Wasserstoff markttauglich machen

„Grüner“ Wasserstoff für eine nachhaltige Chemieindustrie

03. September 2020, 11:02 Uhr   |  Hagen Lang

„Grüner“ Wasserstoff für eine nachhaltige Chemieindustrie
© Fraunhofer IMWS

Dr. Markus Wolperdinger, Leiter des Fraunhofer IGB, Dr. Sylvia Schattauer, stv. Leiterin des Fraunhofer IMWS und Prof. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, beim Spatenstich.

Die Elektrolysetest- und -versuchsplattform ELP in Leuna wird mit PV- und Windstrom Wasserstoff produzieren, der zur emissionsarmen Herstellung von Grundchemikalien und Kraftstoffen verwendet wird.

Das Zusammenspiel mit der fluktuierenden Stromzufuhr aus erneuerbaren Energien unter realen Betriebsbedingungen wird ebenso erprobt, wie die Verbesserung der eingesetzten Werkstoffe, die optimale Einspeisung in die bestehenden Gaspipelines und die Entwicklung passender Geschäftsmodelle.

„Wenn wir neben anderen regenerativen Rohstoffen auch auf Grünen Wasserstoff als Rohstoff setzen und die Syntheseprozesse weiter verbessern, wird dies einen erheblichen Beitrag zu einer nachhaltigen Chemieindustrie leisten. Mit der jetzt entstehenden Plattform wollen wir die technisch-ökonomische Relevanz solcher Anlagen nachweisen und im großtechnischen Maßstab den Weg dafür bereiten, dass Grüner Wasserstoff markttauglich wird“, sagt Dr. Markus Wolperdinger, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, zu dem das Fraunhofer CBP gehört, anlässlich des Spatenstichs für die Anlage. Die ersten Projekte sollen 2021 starten.

Das Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP in Leuna und das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS in Halle (Saale) bündeln dazu ihre Aktivitäten. Die Fraunhofer Elektrolysetest- und -versuchsplattform ELP verfügt über Labore, Büros und ein Technikum und wird genutzt, um den Betrieb verschiedener Elektrolyseanlagen im Industriemaßstab zu erproben und zu bewerten. Im Außenbereich stehen modular nutzbare Testflächen für Power-to-X- und Power-to-Liquid-Projekte bis 5 MW Anschlussleistung zur Verfügung.

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