ZF setzt auf Grünstahl

Liefervereinbarung mit schwedischem Start-up geschlossen

18. Mai 2022, 11:25 Uhr | Kathrin Veigel
ZF H2 Green Steel Liefervereinbarung
Zehn Prozent des aktuellen Jahresstahlbedarfs von ZF sollen ab 2025 vom schwedischen Start-up H2 Green Steel geliefert werden.
© ZF

ZF will seinen ökologischen Fußabdruck weiter reduzieren. Einer der wichtigsten Stellhebel dafür ist der Einkauf von nachhaltig produzierten Materialien wie Stahl. Daher hat der Technologiekonzern eine langfristige Liefervereinbarung mit dem schwedischen Start-up H2 Green Steel abgeschlossen.

Weltweit verarbeitet ZF direkt und indirekt rund 2,5 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr. Um seine CO2-Reduktionsziele zu erreichen, hat das Unternehmen eine Vereinbarung mit H2 Green Steel abgeschlossen. Das schwedische Start-up ist 2021 mit dem Ziel gestartet, die Dekarbonisierung der Schwerindustrie, beginnend mit der Stahlindustrie, durch neue Produktionsprozesse und -technologien sowie durch die Nutzung von grünem Wasserstoff zu beschleunigen.

Zwischen 2025 und 2032 wird das skandinavische Unternehmen ZF jährlich mit 250.000 Tonnen Stahl aus seiner Produktionsstätte in Nordschweden beliefern. Das entspricht zehn Prozent des aktuellen Stahlbedarfs von ZF und spart rund 475.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

Der Stahl wird in einem vollständig integrierten Produktionsprozess hergestellt, bei dem eine durchgängige Digitalisierung, Strom aus erneuerbaren Energiequellen und grüner Wasserstoff anstelle von Kohle zum Einsatz kommen. Bei der herkömmlichen Stahlherstellung wird Eisenerz durch Erhitzen zusammen mit Kohle reduziert. Dabei läuft eine chemische Reaktion ab, die den Sauerstoff vom Eisen trennt, wodurch CO2 entsteht und freigesetzt wird. Im Produktionsprozess von H2 Green Steel wiederum reagiert grüner Wasserstoff mit Eisenerz ähnlich wie Kohlenstoff, was zur Gewinnung von Sauerstoff führt. Statt CO2 entsteht jedoch als Hauptnebenprodukt nur Wasser.


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