97,3 Gigawatt neue Kapazität

2021 war für Windenergie-Weltmarkt ein weiteres Rekordjahr

18. März 2022, 15:28 Uhr | Kathrin Veigel
Ein Windrad dreht sich bei untergehender Sonne.
Die Windenergie hat weiterhin große Wachstumsraten auf der ganzen Welt, so die World Wind Energy Association.
© Roland Weihrauch | dpa

Nach den heute von der WWEA veröffentlichten Zahlen hat der Weltmarkt für Windturbinen im letzten Jahr deutlich zugelegt: Weltweit wurden Windturbinen mit einer Kapazität von 97,5 Gigawatt installiert, nach 92,7 Gigawatt im Jahr 2020.

Die World Wind Energy Association meldet mit ihren neuesten Zahlen, dass die Gesamtkapazität aller Windturbinen weltweit mittlerweile 840 Gigawatt überschritten hat (nach 742,5 Gigawatt im Jahr 2020), was ausreicht, um mehr als 7 Prozent des weltweiten Strombedarfs zu decken. Dies entspricht einer Wachstumsrate von 13 Prozent, verglichen mit 14 Prozent im Vorjahr und 10 Prozent im Jahr 2019. 

Nach vorläufigen Zahlen aus China wird das Land allein im Jahr 2021 55,8 Gigawatt installieren und damit seinen eigenen Rekord von 2020, als 52 Gigawatt installiert wurden, noch einmal übertreffen. Dies entspricht einem Wachstum von 19,4 Prozent. In China sind nun landesweit 344 Gigawatt an Windkraftanlagen installiert. China hat seine Führungsrolle bei der Errichtung neuer Windturbinen also beibehalten. Dazu gehörte eine umfangreiche Entwicklung von Offshore-Windparks sowie riesige neue Windparks an Land. 

Die USA als zweitgrößter Markt der Welt verzeichneten ein robustes Wachstum von 12,5 Gigawatt, wenn auch deutlich weniger als im Jahr 2020, als fast 17 Gigawatt hinzukamen. Die installierte Windenergiekapazität in den USA beläuft sich nun auf fast 135 Gigawatt. 

Brasilien hat sich als drittgrößter Markt für neue Windturbinen erwiesen und verzeichnete ein Wachstum von 18,6 Prozent mit einem Zubau von 3,4 Gigawatt in einem Jahr. Damit ist das Land mit einer Gesamtwindkraftkapazität von 21,4 Gigawatt unangefochtener Marktführer in Südamerika. 

Die Märkte in Europa zeigen unterschiedliche Entwicklungen: Während das Vereinigte Königreich (2,6 Gigawatt) und Schweden (2,2 Gigawatt) Neuinstallationen von mehr als 2 Gigawatt erreichten und Deutschland sich mit einem Netto-Zubau von 1,7 Gigawatt leicht verbesserte, aber immer noch weit unter dem Niveau von 2017/2018 lag, blieben mehrere europäische Märkte im Jahr 2021 hinter den Erwartungen zurück. Schweden ist als Neueinsteiger in die Top Ten der Windmärkte aufgestiegen und verfügt nun über 12 Gigawatt Gesamt-Windkapazität. 

Die zweitgrößte asiatische Windenergienation, Indien, hat einen Meilenstein von über 40 Gigawatt Gesamtkapazität erreicht, allerdings liegt das Land hinter seinen Zielen zurück und hat im Kalenderjahr 2021 rund 1,5 Gigawatt zugebaut. Die ehrgeizigen nationalen Ziele für die Windenergie deuten darauf hin, dass in naher Zukunft ein starkes Wachstum zu erwarten ist. 


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