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Intelligente Rotorblatt-Überwachung: Den größtmöglichen Ertrag aus der WEA-Leistung ziehen

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Das Eiserkennungssystem einfach per App einrichten

Der Sensor zu Eiserkennung wird auf dem Flügel der Windenergieanlage angebracht. Bildquelle: © Phoenix Contact

Der Sensor zu Eiserkennung wird auf dem Flügel der Windenergieanlage angebracht.

Die Lösung zur Eiserkennung ist optional in mehreren Ausbaustufen erhältlich. Je nach Erfordernis und regionaler Lage kann der Betreiber zwischen einer einfachen Eisdetektion wählen, die die Anlage stoppt, wenn sich Eis auf den Rotorblättern befindet. Darüber hinaus steht ein vollautomatisches Restart-Verfahren zur Verfügung, das die WEA selbstständig wieder anfährt, sofern kein Eis mehr auf den Blättern vorhanden ist. Die Ausprägung des Systems hängt von der Anzahl der installierten Sensoren ab. So lässt sich das Basiskonzept jederzeit einfach zu einer Restart-Lösung ausbauen.

Abgesehen vom PLCnext-Controller umfasst die Eiserkennung einen geeigneten Sensor. Er wird an vordefinierten Punkten auf das Rotorblatt geklebt und misst an der entsprechenden Stelle die Schichtdicke des Eises. Die Stromversorgung erfolgt autark über eine Solarzelle und einen Energiespeicher, der den Sensor selbst bei Dunkelheit bis zu 1000 Stunden aktiv hält. Die erfassten Daten sendet der Sensor in regelmäßigen Abständen an die in der Nabe verbaute Controller-Einheit.

Zur vereinfachten Einrichtung des Eiserkennungssystems wird demnächst eine App angeboten. Sie führt die Monteure vor Ort an der Anlage durch die Installation. Die Mitarbeiter können den korrekten Einbau des Sensors per Foto dokumentieren. Aus den Bildern extrahiert die App zudem die wichtigsten Sensordaten und überträgt sie dann an die Auswerteeinheit der WEA. Auf diese Weise wird dem Service-Techniker ein erheblicher Teil der Einrichtungsarbeiten abgenommen. Er muss anschließend lediglich die Einrichtung abschließen, und schon ist das System startfertig. Die Kommunikation geschieht dabei entweder über die Proficloud von Phoenix Contact oder direkt zwischen dem Mobiltelefon und der Auswerteeinheit.