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Intelligente Rotorblatt-Überwachung: Den größtmöglichen Ertrag aus der WEA-Leistung ziehen

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Wertvolle Daten für den Service gewinnen

Mit der App lassen sich die Sensoren automatisch erkennen und einrichten. Bildquelle: © Phoenix Contact

Mit der App lassen sich die Sensoren automatisch erkennen und einrichten.

Das Blitzmesssystem von Phoenix Contact ist bereits in vielen WEA montiert. Es ermöglicht die Messung von Blitzen, die in die Ableiter der Rotorblätter einschlagen. Aus den aufgenommenen Daten lassen sich wertvolle Informationen für den Service gewinnen. Auf deren Grundlage wird beispielsweise entschieden, ob und wann ein Flügel genauer untersucht werden muss. Blattwartungen sind also besser planbar, und die Service-Techniker wissen schon vor ihrem Einsatz, was sie auf der WEA erwartet. Durch die Kombination mit anderen Blattüberwachungssystemen erhöht sich die Effizienz des bewährten LM-S weiter. Unter Hinzuziehung der Daten aus dem Last-Monitoring lassen sich beispielsweise Veränderungen erkennen, die in einem zeitlichen Zusammenhang mit dem Blitzeinschlag stehen. Wegen derartiger Optionen verbessern sich die Analysemöglichkeiten im Rahmen einer Fernüberwachung deutlich.

Schon seit einigen Jahren werden in den Rotorblättern der WEA preisgünstige Dehnungsmessstreifen (DMS) zur Lastmessung verwendet. Daher hat Phoenix Contact die DMS so in ein Gehäuse integriert, dass sie sogar dann robust genug für die Nutzung im Rotorblatt sind, wenn sie bei der Produktion nicht direkt einlaminiert werden. Das hat den Vorteil, dass sich die Sensoren bei einem Defekt einfach austauschen lassen. Außerdem kann das komplette Blade-Intelligence-System später entsprechend nachgerüstet werden. Wie die Eiserkennung ist auch die Lastmessung in verschiedenen Ausbaustufen verfügbar. Eine zusätzliche inertiale Messeinheit (IMU) im Blatt oder in der Nabe erfasst weitere Daten – beispielsweise Beschleunigung, Drehrate oder Temperatur -, die zur Überwachung der WEA herangezogen werden können. Durch diese Kombination lässt sich das gesamte System ohne ergänzende Anlagendaten betreiben.