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Neue Märkte über das »Kernland« hinaus

14. September 2015, 15:41 Uhr   |  Hagen Lang

Neue Märkte über das »Kernland« hinaus
© juwi

Die juwi-Leitwarte am Hauptsitz Wörrstadt.

Gestärkt durch die Beteiligung der Mannheimer MVV Energie AG plant die juwi-Gruppe, mit 2014 250 MW realisierter Windkraft-Leistungder führende deutsche Windparkbauer für Binnenlandprojekte, weitere Engagements außerhalb des »Heimatmarktes« Rheinland-Pfalz.

Windparkprojekte in Oberlauringen (Bayern), Oberkochen (Baden-Württemberg), Hohenstein (Hessen), Düren (NRW), Weiskirchen (Saarland), Mihla (Thüringen) und Thierfeld (Sachsen) zeigen die bundesweite Ausrichtung von Juwi, über den »Kernmarkt« Rheinland-Pfalz hinaus. »Es ist unser Ziel, zusätzlich zu neuen Projekten in Rheinland-Pfalz noch stärker Windparks in Regionen außerhalb unseres Kernmarktes zu realisieren und das Unternehmen dadurch stabil weiterzuentwickeln«, so Thomas Broschek, Geschäftsführer der juwi Energieprojekte GmbH. Möglich wird das durch die gestärkte Kapitalbasis, zu der die Beteiligung der Mannheimer MVV Energie AG beiträgt.

In seiner fast 20jährigen Firmengeschichte hat das Unternehmen bislang rund 840 Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von knapp 1.800 Megawatt an über 100 Standorten realisiert, weitere Projekte befinden sich aktuell in der Realisierung, wie etwa der Windpark Oberlauringen, im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt. Hier haben jüngst die bauvorbereitenden Maßnahmen begonnen. Bis Ende des Jahres baut juwi dort vier Anlagen vom Typ Vestas V-112 für die Bürgerwindenergie Großbardorf-Sulzfeld. Die speziell für Binnenlandstandorte entwickelten Windräder haben eine Leistung von je 3,3 Megawatt und eine Nabenhöhe von 140 Metern. Im Frühjahr 2016 sollen sie in Betrieb gehen und sollen dann jährlich 22 Millionen kW Strom produzieren, ausreichend für ca. 7.000 Haushalte.

Noch Ende dieses Jahres soll der Windpark Oberkochen (Baden-Württemberg) ans Netz gehen. In der bergigen Region des Ost-Albkreises baut juwi vier Anlagen des Typs Nordex N-117 für die Stadtwerke Tübingen. Nach Inbetriebnahme erzeugt der Windpark 23 Millionen kW Strom. Bei Hohenstein im Rheingau-Taunuskreis (Hessen) drehen sich bereits seit März dieses Jahres die Rotoren über den Wipfeln des Forsts. Für den Energieversorger REWAG hat juwi hier drei Anlagen vom Typ General Electric (GE) 2.5-120 errichtet. Zusammen erzeugen sie Strom für rund 6.200 Haushalte. Fünf Windräder hat juwi in Aldenhoven bei Düren in NRW errichtet. Inmitten des Rheinischen Braunkohlereviers stehen jetzt fünf Vestas V-112-Anlagen.

Aber auch in Südwestdeutschland setzt juwi weiter Akzente. So hat das Unternehmen im saarländischen Weiskirchen dieses Jahr vier Windmühlen vom Typ Enercon E-115 mit einer Gesamtleistung von 12 MW ans Netz gebracht.

In den Bundesländern Thüringen und Sachsen hat sich juwi als zuverlässiger Partner der Energiewende etabliert. In Mihla, rund 70 Kilometer westlich der Landeshauptstadt Erfurt, hat das Unternehmen gerade den Bau seines ersten Windparks im Freistaat abgeschlossen. Der Windpark besteht aus fünf Windmühlen des Typs Enercon E-101. Seine Gesamtleistung beträgt gut 15 MW, der prognostizierte Jahresenergieertrag liegt bei mehr als 34 Millionen kWh. In den kommenden Tagen sollen sich die Räder drehen und Strom einspeisen. Betrieben wird der Windpark von der Windkraft Thüringen GmbH, einem Zusammenschluss von elf Thüringer Stadtwerken und der Thüringer Energie AG.

In Südwestsachsen setzt der regionale Energieversorger »eins« ebenfalls auf juwi. In Thierfeld bei Hartenstein errichtete das Unternehmen als EPC-Dienstleister ein Windrad vom Typ Vestas V112. Die Anlage hat eine Leistung von drei Megawatt und eine Nabenhöhe von 140 Metern.

»Die Projekte zeigen, dass juwi auch außerhalb seines Kernmarktes als verlässlicher Partner bei Energieversorgern und Bürgerenergiegenossenschaften gilt. Durch die Beteiligung der MVV Energie AG an der juwi-Gruppe wurde die Finanzkraft des Unternehmens zudem deutlich gestärkt. Somit steht ausreichend Kapital zur Verfügung, um die Planung neuer Energieprojekte im In- und Ausland zu finanzieren«, so Thomas Broschek.

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