TÜV-geprüfte Batterien

So trotzen Windkraftanlagen auch starken Böen

10. März 2022, 13:25 Uhr | Kathrin Veigel
GS Yuasa Windkraftanlagen Batterien
In Windkraftanlagen puffert die Batterie NP7-12 von GS Yuasa die Stromversorgung der Pitchsysteme.
© GS Yuasa

Mit der NP-Serie hat GS Yuasa jetzt TÜV-geprüfte Batterien herausgebracht, die Pitchmotoren in Windkraftanlagen puffern. So kann das Pitchsystem auch bei einem Netzausfall sicher arbeiten.

Um die Leistungsabgabe einer Windkraftanlage bei unterschiedlichen Windgeschwindigkeiten möglichst konstant zu halten, hat sich die Blattwinkelverstellung etabliert. Diese stufenlose Verstellung der Rotorblätter erfolgt in der Regel elektrisch über Pitchmotoren. Bei starkem Wind dreht ein Regelungssystem die Rotorblätter um die Längsachse aus dem Wind. Bei Sturm ab 25m/s erfolgt das Abschalten der Windkraftanlage, um Schäden am Generator zu vermeiden. Dazu werden die Rotorblätter um nahezu 90° in die Fahnenstellung gedreht.

Damit das Pitchsystem auch bei Netzausfall zuverlässig seinen Dienst verrichten kann, puffern Batterien seine Stromversorgung. Jeder Motor verfügt sicherheitshalber über eine eigene Pufferbatterie, die sehr kurzen Autonomien mit sehr hohen Entladeströmen ausgesetzt ist, die ein Vielfaches der Nennkapazität betragen.

Für diesen anspruchsvollen Anwendungsbereich, wo die Batterie Schocks und Vibrationen ausgesetzt ist, hat GS Yuasa die 12-V-Batterien der NP-Serie entwickelt. Die Typen NP7-12 und NPH5-12 sind sogar vom TÜV nach den Normen zur Bestimmung der Widerstandsfähigkeit geprüft, DIN EN 60068-2-6:2008, DIN EN 61373:2011 sowie DIN EN 60068-2-27:1995.

Die 20-stündige Nennkapazität der Batterien liegt bei 5 Ah (NPH5-12) bzw. 7 Ah (NP7-12). Zudem zeichnen sich die Batterien laut Hersteller durch hohe Zuverlässigkeit und eine schnelle Erholung nach Tiefentladung aus. Die AGM-Technologie sorgt dafür, dass sie sich in jeder Lage außer über Kopf auch in beweglichen Teilen betreiben lassen.

Spezielle Blei-Kalzium-Gitter gewährleisten eine lange Gebrauchsdauer laut EUROBAT von drei bis fünf Jahren, wodurch ein Austausch außerhalb der üblichen Serviceintervalle im Normalfall nicht notwendig ist. Dies spielt vor allem im Offshore-Bereich eine wichtige Rolle, wo die Servicekosten sehr hoch sind. Auch ein Nachfüllen von Wasser ist über die gesamte Gebrauchsdauer hinweg nicht erforderlich.


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