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Bolivianisch-Deutsche Lithium-Initiative: Bolivien und Deutschland industrialisieren Lithium gemeinsam

Das bolivianische Staatsunternehmen Yacimientos de Litio Bolivianos (YLB) und die deutsche ACI Systems Alemania GmbH (ACISA) haben einen Vertrag über die Gewinnung und Industrialisierung von Lithium aus dem bolivianischen Salar de Uyuni, dem größten Lithiumvorkommen der Welt, offiziell besiegelt.

Abkommen Bildquelle: © ACI SA

Juan Carlos Montenegro (rechts), Chef von YLB und Prof. Dr. Wolfgang Schmutz, CEO von ACI SA bei der Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens in La Paz.

Entsprechende Vereinbarungen wurden von Juan Carlos Montenegro, Chef von YLB, und Prof. Dr. Wolfgang Schmutz, CEO von ACISA, in La Paz unterzeichnet. Diese Partnerschaft sichert auch Deutschland Zugriff auf das etwa für die Lithium-Ionen-Batterie-Fertigung wichtige Metall in dem mit rund zehn Millionen Tonnen weltweit größten, bislang bekannten Vorkommen, am Salar de Uyuni in den bolivianischen Anden.

Das Konsortium um ACISA bietet Technologie, Anlagen und Maschinen der neuesten Generation, um in Bolivien mittelfristig die Wertschöpfungskette von der Gewinnung des Rohstoffes Lithium über die Herstellung von Kathodenmaterial bis zur Produktion von Batteriesystemen als Endprodukt zu realisieren.

In Bolivien sollen dadurch zwischen 500 und 1.000 direkte und bis zu 10.000 indirekte Arbeitsplätze entstehen, unter anderem in den Bereichen Transport, Logistik und Services. Der Start der Produktion von Lithium als Rohstoff ist für die zweite Jahreshälfte 2021 bestimmt und bis Ende 2022 soll eine Produktionskapazität von 35.000 bis 40.000 Tonnen Lithiumhydroxid jährlich erreicht werden, die sukzessive erweitert wird.

Parallel zur Unterzeichnung des Gründungsprotokolls hat die Scoping-Phase begonnen, in der die Planung überprüft und definiert wird. Dieser Prozess wird voraussichtlich im Dezember 2018 abgeschlossen sein. Bis Ende dieses Jahres soll auch die Gründung eines öffentlich-privaten Joint Venture Unternehmens von YLB und ACISA erfolgen, an dem das bolivianische Staatsunternehmen mit 51 Prozent die Mehrheit hält.