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Gigawattfabrik in Salzgitter: VW steigt bei Northvolt ein

900 Millionen Euro investiert VW in den schwedischen Batteriehersteller Northvolt AB und ein gemeinsames Joint Venture, mit dem Ziel, frühestens ab 2020 eine 16 GWh-Batteriezellenfertigung in Niedersachsen aufzubauen. VW erhält 20 Prozent der Anteile an Northvolt AB sowie einen Sitz im Aufsichtsrat.

Komponentenwerk Salzgitter Bildquelle: © Volkswagen AG

Erfuhr auf einer Besichtigung des Volkswagen Komponentenwerks Salzgitter von den Plänen des Konzerns: der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (2. v.l.). (V.l.n.r.): Thomas Schmall, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Konzern Komponente; Ministerpräsident Stephan Weil; Dr. Stefan Sommer, Konzernvorstand Komponente und Beschaffung; Andreas Salewsky, Werkleiter Salzgitter, und der Salzgitteraner Betriebsratsvorsitzende Dirk Windmüller bei einem Rundgang durch das Komponentenwerk Salzgitter.

Woher die nach Schätzungen in Europa ab 2025 für die Elektromobilität nötigen Batteriezellen mit einer Speicherkapazität von 150 GWh herkommen sollen, weiß bislang niemand. Die Volkswagen AG nimmt die Sache jetzt in Hand und beteiligt sich zunächst mit 20 Prozent an der schwedischen Northvolt AB, mit der sie bislang als Forschungspartner verbunden war. In Northvolt, das von zwei ehemaligen Tesla-Managern gegründet wurde, haben bereits Unternehmen wie Siemens, ABB und Scania investiert.

Neben der direkten Investition in die Northvolt AB, für die Siemens u.a. 20 Prozent der Unternehmensanteile und einen Sitz im Aufsichtsrat erhält, ist die Investition in ein 2019 noch zu gründendes 50/50-Joint-Venture zum Aufbau einer 16 GWh-Batteriezellenfabrik, voraussichtlich in Salzgitter, geplant, die ab 2020 errichtet und ab 2023-2024 die Produktion aufnehmen soll.

Volkswagen-Beschaffungsvorstand Dr. Stefan Sommer erklärte dazu: »Volkswagen schafft auf allen Ebenen die Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung seiner Elektrifizierungsstrategie. Mit Northvolt haben wir jetzt auch einen europäischen Partner gefunden. Mit dem Know-how und nachhaltigen, CO2-optimierten Produktionsprozessen in der Batteriezell-Fertigung des Unternehmens wollen wir auch in Deutschland die Zell-Herstellung vorantreiben. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegeben sind.«