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Siqens: Brennstoffzelle versorgt Segelschiff-Bordbatterie

Auf dem Segelschiff Marleen wird die Eignung von Methanol-Brennstoffzellen für den Antrieb getestet. In einem ersten Schritt übernimmt die die Methanol-Brennstoffzelle von Siqens die Stromversorgung der Bordbatterie.

Siqens Bildquelle: © Siqens

Auf der Sail in Bremerhaven stellt die Münchner Siqens GmbH zusammen mit dem ttz Bremerhaven ein Versuchsschiff vor, dessen Batterieaufladung eine 800 W Methanol betriebene Brennstoffzelle übernimmt. Die Hochtemperatur-Brennstoffzelle hat ihre Funktionsfähigkeit im Laborbetrieb erfolgreich bewiesen und wird jetzt zum ersten Mal im Feldeinsatz auf dem Versuchsschiff eingesetzt. Das Projekt ist der Auftakt zu einem im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) geförderten Innovationsprojektes.

Die Brennstoffzelle betreibt die Stromversorgung der Bordbatterien anstelle eines Verbrennungsmotors und stellt die Energie für die Sicherheitstechnik sowie Klimaanlage, Haushaltsgeräte und andere Anwendungen bereit. Die Anlage kann auch mit elektrischen Antriebstechniken kombiniert werden, die für das Manövrieren in Häfen eingesetzt werden.

»Wir sind sehr froh, dass wir den Zuschlag für das Förderprojekt bekommen haben. Wir werden zusammen mit dem ttz Bremerhaven unser System fit machen für den Einsatz auf Freizeitbooten«, kommentiert Lars Behrend, Geschäftsführer der Siqens GmbH.

»Die Nutzung von Methanol in Brennstoffzellen ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einem vielseitigen, regenerativen Energiesystem«, erklärt Günter Schumacher, Projektleiter beim ttz Bremerhaven. »Außerdem sind die geringen Lärm- und Umweltbelastungen ideal für eine Nutzung an Bord von Segelschiffen«, so Schumacher weiter. Siqens plant 2017 ein System für den stationären Einsatz auf den Markt zu bringen. Da die Anforderungen an mobile Systeme auf Schiffen und Motorcaravans größer sind, wird deren Marktreife für 2018 erwartet.