Ziel: Serienfertigung

Continental und TU Chemnitz forschen zu Brennstoffzellen

17. Juli 2019, 15:56 Uhr   |  Hagen Lang

Continental und TU Chemnitz forschen zu Brennstoffzellen
© TU Chemnitz / Foto: Jacob Müller

Weihten den neuen Hochleistungsprüfstand zur Brennstoffzellen-Forschung an der TU Chemnitz ein (v.l.n.r.): Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Rektor der TU Chemnitz, Stephan Rebhan, Leiter Powertrain Technology & Innovation (Continental), Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und stellvertretender Ministerpräsident des Freistaates Sachsen sowie Prof. Dr. Thomas von Unwerth, Inhaber der Professur Alternative Fahrzeugantriebe an der TU Chemnitz.

Die Division Powertrain von Continental und die TU Chemnitz haben eine strategische Partnerschaft abgeschlossen, in deren Rahmen ein neues Brennstoffzellenlabor eingerichtet wurde, das die Serienfertigung besonders effizienter und wirtschaftlicher Stacks beschleunigen soll.

Besonders bei größeren Fahrzeugen und Nutzfahrzeugen mit hoher Reichweite wird erwartet, dass mit Brennstoffzellen kombinierte Elektroantriebe eine größere Rolle spielen werden. Weil Brennstoffzellenantriebe aber noch relativ teuer sind, widmet sich eines der ersten beiden Continental-Projekte im jetzt neu eingeweihten Brennstoffzellenlabor der Entwicklung neuer sogenannter Bipolarplatten. Diese metallischen Platten sind ein zentraler Teil des Brennstoffzellenstapels (Stack), die die Gase verteilen und den bei ihrer Reaktion entstehenden Strom ableiten.

 

„Ziel des Projektes ist die Vorbereitung einer Großserienfertigung neuer Bipolarplatten mit höherer Energiedichte, die kleinere Abmessungen und wirtschaftlichere Systeme ermöglichen“, erläutert Stephan Rebhan, Leiter Technologie & Innovation bei Continental, Bereich Powertrain. Außerdem werden in einem zweiten Projekt Steuergeräte und Steuer-Algorithmen für den effizienten Betrieb von Brennstoffzellen entwickelt.

 

Prof. Dr. Thomas von Unwerth, Inhaber der Professur für Alternative Fahrzeugantriebe ALF an der TU sieht die Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor für beide Seiten: „Continental als größter Industriepartner im Innovationscluster HZwo-Netzwerk bringt umfangreiches Wissen zur Fahrzeuganwendung, zur Steuerungstechnik und zu Komponenten für Brennstoffzellen mit. Verbunden mit unserem Expertenwissen schafft das eine ideale Grundlage, um effiziente Fuel-Cell-Lösungen zu entwickeln und eine wirtschaftliche Industrialisierung vorzubereiten.“  

 

„Brennstoffzellen auf Basis von Wasserstoff haben das Potenzial, ein wichtiger Teil des künftigen Mobilitäts-Mix zu werden. Deshalb intensivieren wir die Forschung und Entwicklung auf diesem Feld”, sagt Stephan Rebhan, Leiter Technologie & Innovation bei Continental, Bereich Powertrain. „Mit der TU Chemnitz haben wir einen hervorragenden Partner für die Erprobung von Werkstoffen, Komponenten und ganzen Brennstoffzellensystemen gewonnen. Diese Kooperation setzt eine lange Reihe erfolgreiches Zusammenarbeiten mit technischen Hochschulen fort, die bei Continental Tradition hat”, so Rebhan weiter.

 

„Die spezielle technische Ausstattung des Labors sucht in der universitären Landschaft europaweit ihresgleichen“, so Prof. Dr. Thomas von Unwerth. „Herz der neuen Anlage ist ein Hochleistungsprüfstand zum dauerhaften Test von Antriebsleistungen bis zu 150 Kilowatt. Zukünftig besteht außerdem die Option, den Prüfstand bis auf 300 kW umzurüsten. Damit werden an der TU Chemnitz die Grundlagen für die Entwicklung von Brennstoffzellen und Brennstoffzellensystemen der nächsten Generation gelegt.“ Im Sinne des Netzwerkgedankens können auch Drittfirmen das Labor nutzen  

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Verwandte Artikel

TU CHemnitz, Continental AG, Continental Automotive GmbH