H2-Projekt Go4City

Entwicklung sparsamer Stadtbusse mit Brennstoffzellenantrieb

15. Februar 2021, 08:19 Uhr   |  Irina Hübner

Entwicklung sparsamer Stadtbusse mit Brennstoffzellenantrieb
© HyMove

ELO Mobility arbeitet gemeinsam mit HyMovean einem modularen Buskonzept mit Brennstoffzelle.

Das Berliner Start-up ELO Mobility und das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI entwickeln eine neue Generation von Stadtlinienbussen mit Wasserstoffantrieb. Geplant sind ein 12-Meter-Bus und ein 18-Meter-Gelenkbus.

ELO Mobility hat sich auf die Entwicklung von Hochleistungs-Stadtbussen mit innovativen, elektrischen Antrieben – basierend auf intelligenten Energiemanagementsystemen – spezialisiert. Die neuartigen Busse sollen deutlich weniger Wasserstoff als derzeit verfügbare Fahrzeugtechnologien benötigen, was im Hinblick auf Reichweite und Betriebskosten deutliche Vorteile bringt. Ein Ziel ist, dass Deutschland sich im internationalen Rennen um Wasserstoff-Technologien im Sektor kommerzieller Fahrzeuge positionieren kann. Das zweite Ziel ist es, einen umfassenden Umstieg auf Wasserstoff zu unterstützen und somit eine klimafreundliche Verkehrsinfrastruktur zu fördern.

Fördermittelgeber des Go4City-Projekts ist das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Der offizielle Projektträger ist das Forschungszentrum Jülich. Die Programmkoordination erfolgt durch die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie NOW, die das Projekt bereits von der ersten Ideenskizze an begleitet und unterstützt hat.

Auf Basis des modularen Konzepts sowie der eingesetzten Sensoren und Aktuatoren in den geplanten zwei Bustypen (ein 12-Meter-Bus und ein 18-Meter-Gelenkbus) verspricht sich ELO Mobility einen wesentlichen Erkenntnis- und Datengewinn, um sowohl Einzelfahrzeuge als auch den Flottenbetrieb zu optimieren. Besonders innovativ beim Go4City-Projekt ist der Einsatz von wechselbaren und zudem wiederaufbereitbaren Brennstoffzellen, mit dem eine signifikante Kostenreduktion einhergeht, die letztendlich für die Technologieakzeptanz entscheidend sein wird. Das Go4City-Projekt wird hierzu von dem niederländischen Unternehmen HyMove unterstützt.

Die Gesamterkenntnisse des Projekts sollen ab 2022 in die Serienproduktion überführt werden.

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