EU-Kommission

Milliarden für die Wasserstoff-Förderung

18. Juli 2022, 8:23 Uhr | Iris Stroh
Wertschöpfungskette
Die Kommission genehmigt von 15 Mitgliedsstaaten geplante öffentliche Förderung von bis zu 5,4 Mrd. Euro für ein IPCEI in der Wertschöpfungskette der Wasserstofftechnologie.
© Europäische Kommission

Die Europäische Kommission hat nach den EU-Beihilfevorschriften ein wichtiges Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse (Important Project of Common European Interest – IPCEI) genehmigt, so dass Milliarden in die Wasserstoff-Forschung fließen können.

Das Vorhaben mit dem Titel »IPCEI Hy2Tech« fördert die Forschung und Innovation sowie die erste gewerbliche Nutzung in der Wertschöpfungskette der Wasserstofftechnologie. Es wurde von fünfzehn Mitgliedstaaten – darunter Deutschland – gemeinsam vorbereitet und bei der Kommission zur Genehmigung angemeldet.

Die Mitgliedstaaten werden bis zu 5,4 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln bereitstellen. Dadurch dürften zusätzliche private Investitionen im Umfang von 8,8 Milliarden Euro mobilisiert werden. Im Rahmen dieses IPCEI werden 35 Unternehmen, die in einem oder mehreren Mitgliedstaaten tätig sind, an 41 Vorhaben teilnehmen. Unter den Unternehmen finden sich auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Start-up-Unternehmen.

Das IPCEI wird einen großen Teil der Wertschöpfungskette der Wasserstofftechnologie abdecken:

  • Wasserstofferzeugung,
  • Brennstoffzellen,
  • Speicherung, Transport und Verteilung von Wasserstoff
  • Anwendungen für Endverbraucher, insbesondere im Mobilitätssektor.

Es soll den Weg für wichtige technologische Durchbrüche bereiten, die beispielsweise mit Blick auf neue hocheffiziente Materialien für Elektroden, leistungsfähigere Brennstoffzellen und innovative Verkehrstechnologien angestrebt werden. Unter anderem soll es erstmals den Einsatz von auf Wasserstoff gestützte Verkehrstechnologien ermöglichen. Durch das IPCEI sollen rund 20.000 direkte Arbeitsplätze geschaffen werden.


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