Nationale Wasserstoffstrategie

Regierung meldet positive Zwischenbilanz

H2 Tankklappe Auto
»H2« auf der Tankklappe eines Fahrzeugs.
© Ole Spata | dpa

Die Bundesregierung ist mit dem aktuellen Stand der vor gut einem Jahr ins Leben gerufenen »Nationalen Wasserstoffstrategie« zufrieden. Die Strategie sei mit Nachdruck vorangetrieben und wichtige Grundlagen für Investitionen aus der Wirtschaft und für Forschungsinitiativen seien geschaffen worden.

In einem ersten Zwischenbericht, der an diesem Mittwoch im Bundeskabinett verabschiedet wurde, verweist die Regierung unter anderem auf 62 Wasserstoff-Großprojekte, die mit insgesamt acht Milliarden Euro gefördert würden. Dabei handelt es sich um Projekte zur Wasserstofferzeugung, zur Nutzung im Verkehr bis hin zu Anwendungen in der Industrie.

»Wir haben in vielen Bereichen große Projekte auf den Weg gebracht«, teilte Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) mit. Klar sei aber auch, dass das Tempo des Einstiegs in eine Grüne Wasserstoffwirtschaft in den nächsten Jahren noch weiter gesteigert werden müsse.

Auch der Wasserstoffbeauftragte der Bundesregierung, Stefan Kaufmann (CDU), mahnte weitere Anstrengungen an. Um international zum »Leitmarkt und Leitanbieter Grüner Wasserstofftechnologien« zu werden, müsse man noch deutlich mehr tun. Kaufmann forderte ein Sofortprogramm etwa mit Modellregionen für Grünen Wasserstoff und »eine Vorfahrt für Investitionen in innovative Wasserstofflösungen im Genehmigungs- und Ordnungsrecht«.

Die Bundesregierung hatte die Strategie im Juni 2020 beschlossen. Sie sieht Milliarden-Zuschüsse, rechtliche Erleichterungen und konkrete Produktionsziele vor. Im Zentrum steht sogenannter grüner Wasserstoff, der ausschließlich mit erneuerbarer Energie gewonnen wird. Er kann als Basis für Kraft- und Brennstoffe dienen, um etwa in Industrie und Verkehr die Nutzung von Kohle, Öl und Erdgas abzulösen.


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