Sicherungen, Induktivitäten und Super-Caps ergänzen sich

Hoher Wirkungsgrad dank passiver Komponenten

19. Oktober 2012, 09:04 Uhr   |  Heinz Arnold

Hoher Wirkungsgrad dank passiver Komponenten
© Cooper Bussmann

Elvis Perez, Cooper Bussmann: »Zwar ist die Produktion der passiven Komponenten immer noch sehr arbeitsintensiv, aber es ist uns gelungen, über die letzten Jahre stark zu automatisieren. Dadurch konnten wir unsere Lieferzeiten relativ kurz halten und Marktanteile gewinnen, gerade in Europa.«

Passive Bauelemente tragen entscheidend dazu bei, die Energieeffizienz elektronischer Systeme zu verbessern. »Wir setzen dabei auf ausgefeilte Produktionstechniken, auf kleine Gehäuse und hohe Energiedichten«, sagt Elvis Perez, Vertriebsleiter Europa und Naher Osten von Cooper Bussmann.

Sicherungen, Induktivitäten und Super-Caps - auf diese drei Produktgruppen hat sich Cooper-Bussman spezialisiert. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob diese Bauelemente nicht sehr viel miteinander zu tun haben - doch das täuscht. Denn erstens ähneln sich die Produktionstechniken, es gibt also viele Gemeinsamkeiten in der Fertigung. Zweitens finden diese Komponenten häufig im selben Umfeld Einsatz, ergänzen sich also funktional.

Um die Anforderungen an die jeweiligen Einsatzbedingungen erfüllen zu können, ist zunächst ein tiefer Einblick in die Materialwissenschaften erforderlich. Ob für Ferritinduktivitäten oder für Spulen - das richtige Material ist die Voraussetzung, um Komponenten entwickeln zu können, die hohe Leistungsdichten erzielen und mit hoher Zuverlässigkeit arbeiten. Ganz Ähnliches gilt für die Sicherungen zum Schutz von Schaltungen und für die Super-Caps.

Der zweite entscheidende Schritt liegt in der Prozesstechnik. Das gilt sowohl für die Verarbeitung der Materialien, aus denen die Bauelemente bestehen, als auch für die Montagetechnik und die Gehäuse. Eine zentrale Rolle, um auch in Zukunft kostengünstig produzieren zu können, spielt der Automatisierungsgrad. »Zwar ist die Produktion der passiven Komponenten immer noch sehr arbeitsintensiv, aber es ist uns gelungen, über die letzten Jahre stark zu automatisieren. Dadurch konnten wir unsere Lieferzeiten relativ kurz halten und Marktanteile gewinnen, gerade in Europa«, sagt Elvis Perez, Vertriebsleiter Europa und Naher Osten von Cooper Bussmann.

Um der Forderung nach immer kleineren Bauformen nachkommen zu können, die vor allem die wachsende Zahl tragbarer Geräte fordert, spielen die Montage- und Gehäusetechniken eine entscheidende Rolle. »Das Packaging für passive Komponenten auf allen Ebenen - das ist einer unserer wesentlichen Differenzierungsfaktoren vom Wettbewerb«, so Perez. »Hier verfügen wir über eine sehr lange und tiefgehende Erfahrung.«

Was die Anwendungen betrifft, so sind Sicherungen und Induktivitäten in den unterschiedlichsten Stromversorgungen und Ansteuerungen für LEDs zu finden. Wenn es um Stromversorgungen und um das Power-Management für den Einsatz in tragbaren Geräten geht, greifen die Anwender auch zunehmend zu Super-Caps, denn sie können die Lebensdauer der Batterien deutlich verlängern, in LED-Beleuchtungen für Fahrräder beispielsweise um den Faktor 2 bis 3. Das gleiche gilt für den Sektor des Smart Metering: Gerade Zähler für Gas und Wasser sind auf Batterien angewiesen, die möglichst selten ausgetauscht werden sollten.

Sicherungen: Prozesstechnik für hohe Zuverlässigkeit

Eines der Kerngebiete von Cooper Bussmann sind die Komponenten für den Schutz von Schaltkreisen. Das Produktspektrum umfasst SMD-Sicherungen, austauschbare Sicherungen (Cartridge Fuses), die PTCs auf Polymerbasis der PolyTron-Familie, die Mitglieder der PolySurg-Familie, die Schaltungen für die Übertragung hoher Datenraten vor ESD schützen, sowie Transient-Voltage-Suppression-Dioden (TVS), die die Schaltkreise ebenfalls vor elektrostatischen Entladungen schützen. Eine Besonderheit sind die radialen Typen, die vor sehr hohen Spannungen schützen. »Die Zuverlässigkeit ist hier der entscheidende Faktor, und dafür ist wiederum die ausgeklügelte Prozesstechnik die Voraussetzung«, sagt Perez.

electronica 2012,

Halle B6 Stand 461

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1. Hoher Wirkungsgrad dank passiver Komponenten
2. Induktivitäten: Hoher Wirkungsgrad, hohe Leistungsdichten
3. Super-Caps vervielfachen die Batterielebensdauer

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