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Überlegungen zur Auswahl des richtigen Batteriespeichersystems für den PV-Strom-Endverbraucher

07. Januar 2013, 09:32 Uhr   |  Dr. Alexander Hirnet, Varta Storage

Batteriespeichersysteme (BESS) für Eigenheime, mit denen sich die während des Tages gewonnene Energie für den Verbrauch am Abend speichern lässt, erfreuen sich bei PV-Anlagen-Besitzern zunehmender Beliebtheit. Bei ihrer Auswahl gilt es, einige wichtige Aspekte zu beachten.

Engion Family von Varta Storage
© Varta Storage

Bei der Engion Family von Varta Storage handelt es sich um eine integrierte Lösung aus einem 4 kW-Umrichter, einem elektronischen Energiemanagementsystem (EMS) und einer modularen Batterie mit Kapazitäten von 3,7 kWh bis 13,8 kWh.

Auswahl und Installation eines Batteriespeichersystems verlangen einige Überlegungen. Die Menge der mit privaten PVA produzierten Energie kann erheblich sein und erfordert für die Speicherung eine entsprechend große Batterieanlage. Da ein Batteriespeichersystem im Zusammenspiel mit den Photovoltaikmodulen einen wesentlichen Teil der autonomen Energieversorgung des Benutzers ausmacht, sollte sie so lange halten wie die Module selbst. Somit  sind die Qualität und Lebensdauer dieser Batterien von besonderer Wichtigkeit. Doch bislang sind Endverbraucher nicht gewöhnt, in Batteriesysteme zu investieren. Bei den meisten Consumer-Geräten ist die Auswahl der Batterie eher zweitrangig. Welche Informationen braucht der Endverbraucher also, wenn er zum ersten Mal über einen Batteriespeicher für seine PVA nachdenkt?

Die Batterie in Consumer-Geräten - ein Wegwerfartikel

Wiederaufladbare Batterien setzt der Nutzer als Energiespeicher täglich ein: meist in Mobiltelefonen, als Autobatterie, aber auch in vielen anderen Produkten wie elektrischen Zahnbürsten, Notebooks und drahtlosen Telefonen. In diesen Geräten, und selbst im Auto, ist die Batterie klein und billig genug, sie als Wegwerfartikel anzusehen. Darum interessiert sich der Nutzer kaum für die technischen Daten seiner Autobatterie oder der Lithium-Ionen-Batterie in seinem Mobiltelefon. Gleichzeitig akzeptiert er, dass sie nach einigen Jahren oder einer bestimmten Anzahl von Ladezyklen ersetzt werden muss. Die Kosten für den Ersatz sind im Vergleich zu denen des eigentlichen Geräts gering und daher vernachlässigbar.

Bei einem Batteriespeicher für die PVA eines Einfamilienhauses sieht die Rechnung jedoch ganz anders aus, und die Batterie muss so lange halten, wie die übrige Anlage - gewöhnlich rund 20 Jahre. In den meisten Anlagen benötigt der Hausbesitzer eine Speicherkapazität, die ausreicht, um einen großen Teil des täglichen Energieverbrauchs abzudecken. Ein typischer europäischer Haushalt benötigt täglich zwischen 5 kWh und 20 kWh elektrische Energie. Im Haushalt wird die meiste Energie am frühen Morgen und am Abend verbraucht, wenn die Bewohner zu Hause sind. Die PVA liefert ihre Energie jedoch während des Tages, wenn die Bewohner in vielen Fällen nicht anwesend sind. Nur ein geringer Teil der erzeugten Energie wird sofort von den Geräten im Haushalt verbraucht. Daher müssen viele Batteriespeicheranlagen so bemessen werden, dass sie die meiste tagsüber erzeugte Energie aufnehmen können. Typische Anlagen benötigen daher eine Kapazität zwischen 5 und 10 kWh. Das Gehäuse eines solchen Batteriesystems ist fast so groß wie der Warmwasserspeicher des Haushalts.

Was muss der Verbraucher also über die Konstruktion der Produkte zur Batteriespeicherung wissen? Und was sind die Faktoren, die er bei seiner Kaufentscheidung berücksichtigen muss? Zwei grundlegende Merkmale bestimmen ganz wesentlich, wie lange eine Batteriespeicheranlage hält und wie stabil sie während ihrer Lebensdauer arbeitet:die Zelltechnologie und die Schaltungsauslegung.

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1. Überlegungen zur Auswahl des richtigen Batteriespeichersystems für den PV-Strom-Endverbraucher
2. Zelltechnologie
3. Schaltungsauslegung
4. Die richtige Wahl des Batteriespeichersystems

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