Sechs Megawatt für die Audi AG

Weltgrößte Power-To-(Methan)Gas-Anlage eingeweiht

25. Juni 2013, 16:36 Uhr   |  Hagen Lang

Weltgrößte Power-To-(Methan)Gas-Anlage eingeweiht
© Audi AG

Die Power-To-Gas-Anlage in Werlte.

Die ETOGAS GmbH hat für Audi die mit sechs Megawatt Anschlussleistung weltgrößte industrielle Power-To-Gas-Anlage gebaut. Drei Millionen Kubikmeter synthetisches Methan jährlich wird die frisch eingeweihte Anlage erzeugen.

Mit einer fünfundzwanzig Mal größeren Kapazität als die bisherige Weltrekordanlage hat ETOGAS global das Vorzeigeobjekt für die Power-To-Gas-Technologie konstruiert. Dies war Umweltminister Altmaier bei der heutigen Einweihungsfeier im niedersächsischen Werlte ein Grußwort per Video-Stream wert.

»Mit der Einweihung der 6-Megawattanlage beginnen wir mit der kommerziellen Anwendung dieser neuen Stromspeichertechnologie«, sagt ETOGAS-Geschäftsführer Dr. Karl Maria Grünauer. »In den nächsten Jahren werden wir den Markt mit Anlagen in Größen von bis zu 20 Megawatt elektrischer Anschlussleistung versorgen und die Investitionskosten auf das notwendige Niveau für energiewirtschaftliche Anwendungen senken.«

Speicher
© Audi AG

Speicher der Werlter Anlage

Das von Audi e-gas getaufte synthetische Methan ist Kunden des neuen Audi A3 g-tron vorbehalten, die damit eine CO2-Bilanz von 20 Gramm/Kilometer erreichen und fast klimaneutral fahren. 1.500 Audi A3 g-tron werden durch die Anlage mit ausreichend Treibstoff für 15.000 km/a Fahrleistung versorgt, 22,5 Millionen Jahreskilometer insgesamt.

Einweihung
© Audi AG

Heinz Hollerweger AUDI AG, Leiter Entwicklung Gesamtfahrzeug (li) mit Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes mit Audi g-tron bei der Anlageneinweihung

F&E-Partner von ETOGAS ist das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), das in Stuttgart im Rahmen eines vom BMU geförderten Projekts im Oktober 2012 eine eigene Power-to-Gas-Anlage  in Betrieb nahm, an der die Industrialisierung der Technologie erprobt wird. Das Bundesumweltministerium hat die Anlage in Werlte mit sechs Millionen € bezuschusst.

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