Phoenix Contact

»Wir sind der Pionier der Schnellladung«

01. Juli 2019, 14:43 Uhr   |  Engelbert Hopf


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

"...Wachstum in China war extrem..."

Was bedeutet das konkret, wenn ein Kunde auf Sie zukommt, der einen Ladepark errichten will?

Neben unseren eben genannten Hardware-Komponenten für die einzelnen Ladestationen stellen wir ihm eine Software zur Verfügung, mit der die Ladeunkte überwacht und gesteuert werden können, und die als Schnittstelle zwischen Fahrer, Abrechnungsanbieter, sowie Stromnetz- und Ladeparkbetreiber dient. Unsere EV Charging Suite erlaubt es, die zur Verfügung stehende Anschlussleistung nach einstellbaren Regeln zu verteilen, so den Betrieb der Ladestationen zu optimieren und letztendlich die Verfügbarkeit des gesamten Ladeparks zu erhöhen. Der Ladepark lässt sich ganz bequem per Webbrowser konfigurieren und überwachen – im Bedarfsfall auch von einem Smartphone aus der Ferne.

Mit skalierbaren Lizenzen ermöglichen wir unseren Kunden eine zukunftssichere Investition. Da die Software auf Wunsch schon vorinstalliert auf einem Industrie-PC geliefert wird, der übrigens auch von uns kommt, kann der Kunde dann noch schneller seinen Ladepark in Betrieb nehmen.

Sie haben Ihre Aktivitäten in Sachen E-Mobility in Schieder konzentriert. Darüber hinaus verfügen Sie über Werke in Polen und China. Fertigen Sie alle Produkte in allen Werken?

Nein. Aktuell fertigen wir unsere HPC-Lösungen ausschließlich in Deutschland. Wir sind permanent dabei, unsere Fertigungskapazitäten in Schieder weiter auszubauen. Entsprechend steigt die Zahl der Mitarbeiter auch in der Fertigung kontinuierlich. Inzwischen beschäftigen wir alleine dort 250 Mitarbeiter. An unserem 2013 gegründeten Standort Schieder konzentrieren sich Entwicklung, Produktion und Verwaltung. 2015 haben wir dann in Nanjing den Standort für unsere chinesische Entwicklung und Produktion eröffnet. In unserem polnischen Werk in Wielkopolska fertigen wir seit 2018 auch Produkte für Phoenix Contact E-Mobility.

Wie hat sich das Geschäft in den letzten 10 Jahren entwickelt?

Wir bewegen uns heute in einem mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Umsatzbereich. Es ist uns in der Vergangenheit gelungen, den Umsatz kontinuierlich jedes Jahr zu verdoppeln. Ein Ziel, das wir auch für das laufende Geschäftsjahr wieder verfolgen.

Welche Regionen und Faktoren treiben derzeit Ihr Geschäft?

Wirklich extrem war das Wachstum in den letzten Jahren in China. In Europa, speziell in Deutschland – das muss man einfach so sagen –, hilft die Diskussion um die Dieselfahrverbote schon ganz deutlich. Dagegen hinkt der US-Markt der dynamischen Entwicklung in China und Asien sowie Europa in unseren Augen bislang noch ein wenig hinterher.

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