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Finanzierungsrunde abgeschlossen: Deutscher Supraleiterhersteller THEVA sichert Finanzierung

Der Supraleiter-Pionier THEVA hat in seiner dritten Finanzierungsrunde 7 Millionen Euro neues Kapital aufgenommen und die Corporate-Venture-Capital-Gesellschaft des Energieversorgers EnBW als Investor gewonnen.

THEVA Pro-Line Bildquelle: © THEVA

Neben dem neuen Investor haben sich eCAPITAL, Bayern Kapital, Target Partners und BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft an der dritten Finanzierungsrunde beteiligt. »Wir sind in Deutschland der erste, der Supraleiter in Serie produziert. Und wir wollen auch bei der Marktdurchdringung die Nummer eins sein. Dafür haben wir dank unserer Investoren weiterhin eine verlässliche Finanzgrundlage«, freut sich THEVA-Geschäftsführer Dr. Werner Prusseit. Die vorangegangene Finanzierungsrunde liegt erst ein Jahr zurück, seitdem wurden die Abläufe in der Supraleiter-Fertigung bei THEVA stetig verbessert, und die Anlagen laufen 24 Stunden am Tag.

Supraleiter sind Materialien, deren elektrischer Widerstand unterhalb der sogenannten Sprungtemperatur umgehend auf null fällt. Gleichstrom können sie deshalb verlustfrei und Wechselstrom sehr verlustarm übertragen. Einsatzmöglichkeiten sind z.B. die Stromversorgung starker Magnete in der Magnetresonanztomographie, der Einsatz in überregionalen »Stromtransporttrassen« für die Energiewende, als hochkompakte Stromschienen in der Aluminiumschmelze oder der Chemieproduktion, bei der kompakten Konstruktion von Motoren und Generatoren, z.B. in Windenergieanlagen oder im innerstädtischen Netz zur platzsparenden Übertragung hoher Leistungen z.B. für E-Mobilladestationen.

»Die Technologie bietet großes Zukunftspotenzial mit einer nachhaltigen Lösung, die höchste Performanz mit geringem Materialeinsatz kombiniert«, erklärt Crispin Leick, Geschäftsführer der EnBW New Ventures. »Deshalb passt das Engagement in der neuen Finanzierungsrunde genau in die Strategie der EnBW New Ventures, denn wir investieren in Unternehmen, die skalierbare Lösungen für die zusammenwachsenden Märkte Energie, Mobilität und urbanes Leben anbieten.«

Alexander Ullmann, Investmentmanager der BayBG sieht »großes Marktpotenzial bei THEVA. Die HTS-Technologie bietet gerade in der Energie- und Elektrotechnik breite Einsatzmöglichkeiten. Einstiegsmärkte, in denen mittelfristig größere Nachfragevolumina generiert werden können, liegen im Bereich der Netztechnik (Strombegrenzer und Kabel), sowie der Industrie (Stromschienen und Magnete).«

Michael Mayer, Managing Partner bei eCAPITAL glaubt, »dass THEVA das Potenzial dafür hat, Standardhersteller für Hochtemperatur-Supraleiter zu werden und so einen hohen Marktanteil zu gewinnen.«