Elektromobilität

Sieben Tipps zum Aufbau einer Ladeinfrastruktur

6. September 2021, 11:47 Uhr | Matthias Canisius, MVV Enamic (kv)

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Tipp 4: Bei Ladesäulen auf Mindestleistung achten

Für Unternehmen empfehlen sich meist Normalladesäulen, da sie mit Wechselstrom laden und einfacher ins Stromnetz zu integrieren sind als Schnellladesäulen, die Gleichstrom benötigen. Damit die Ladesäulen nicht schon in wenigen Jahren veraltet sind, sollte ihre Ladeleistung mindestens 11 bis 22 kW betragen.

Einen Vorteil bieten Modelle (meist Gleichstromsäulen), deren Ladeleistung sich nachträglich steigern lässt, da künftig mehr Elektroautos mit hoher Ladeleistung auf den Markt kommen werden.

Tipp 5: Strom nicht verschenken

Bei der Abrechnung sind drei Szenarien zu unterscheiden: Erstens das Flotten- beziehungsweise Dienstwagenladen am Arbeitsplatz, zu Hause und unterwegs, zweitens das Laden privater E-Autos von Mitarbeitern im Unternehmen und drittens das Laden von Elektrofahrzeugen von Besuchern. Im ersten Fall trägt das Unternehmen die Ladekosten. Bei Besuchern wird in der Regel auf eine Abrechnung verzichtet. Viele Unternehmen tendieren dazu, auch ihren Mitarbeitern den Ladestrom zu schenken.

Doch Vorsicht: Dabei können hohe Summen zusammenkommen, vor allem wenn sich die Anzahl der E-Autos weiter so dynamisch entwickelt. Eine Win-Win-Situation entsteht, wenn das Unternehmen den Strom zu seinem Einkaufspreis oder geringfügig darüber an seine Mitarbeiter abgibt. Die laden dann immer noch günstiger als zu Hause, und beim Unternehmen fallen keinerlei Extra-Kosten an.  

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»Ob Arbeitgeber ihre Dienstwagenflotte auf Elektroantrieb umstellen oder die Mitarbeiter mit dem E-Auto zur Arbeit kommen - am Aufbau von Ladepunkten werden sie künftig nicht mehr vorbeikommen«, erklärt Matthias Canisius, Business Development Manager bei MVV Enamic.
© MVV Enamic

Tipp 6: Partner für die Stromabrechnung suchen

Entscheidet sich ein Unternehmen dafür, seinen Mitarbeitern den Ladestrom selbst zu berechnen, muss das kWh-genau passieren. Damit wird es kompliziert.

Einfacher ist es, die gesamte Abrechnung über einen Partner aus der Energiewirtschaft laufen zu lassen. Dieser verfügt über die entsprechende Expertise für eine automatisierte und transparente Abrechnung aller Ladenden. So können Unternehmen die Elektromobilität praktisch ohne Aufwand umsetzen. 

7. Förderprogramme nutzen

Um das selbst gesteckte Ziel in Sachen Elektromobilität zu erreichen, hat die Bundesregierung entsprechende Förderprogramme aufgelegt. Einige kommen Unternehmen zugute, die eine Ladeinfrastruktur aufbauen, andere den E-Dienstwagenfahrern.

Es ist jedoch nicht ganz einfach, die relevanten Förderungen zu erkennen und herauszufinden, welche Voraussetzungen damit verbunden sind. Hier lohnt es sich meist, einen entsprechenden Experten zu Rate zu ziehen.


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