Speicher für Solarstrom

So sparen Industrieunternehmen richtig Geld


Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Das Netz atypisch nutzen

Von bis zu 80 Prozent eingesparten Netzentgelten können aber auch Unternehmen profitieren, die keinen Dreischichtbetrieb mit einem homogenen Lastprofil fahren und weniger als 10 Gigawattstunden Energie pro Jahr verbrauchen – vorausgesetzt, sie nehmen an dem Messverfahren »registrierende Lastgangsmessung« der Energieversorger teil. Bei diesem Verfahren erfassen die Messeinrichtungen pro Messperiode Leistungsmittelwerte, wobei der Gesamtwert über eine ganzzahlige Anzahl von Messperioden den Lastgang ergibt.

Unternehmen, die ihre Lastspitzen zu Zeiten haben, an denen mehr Kapazität bereitsteht, zahlen bei dieser »atypischen Netznutzung« geringere Netzentgelte, denn die lokalen Netzbetreiber sehen sie als netzdienlich an. Jeweils zum Jahreswechsel werden die Hochlastzeitfenster von den Netzbetreibern kommuniziert. Sie ergeben sich aus der Netzbelastung der vergangenen Jahre und der Hochrechnung für die Folgejahre. Die Herausforderung für die Industrieunternehmen besteht darin, die eigene Lastspitze in diesen Phasen um mindestens 100 Kilowatt beziehungsweise 20 Prozent der Jahresspitze zu senken. Gelingt es, berechnet der Netzbetreiber nur noch die Lastspitze aus dem Hochlastzeitfenster, nicht aber die Jahresspitze, die außerhalb dieses Fensters auftritt.  

be.storaged Stromspeicher
Laut dem Speicherprojektierer be.storaged sind mit einem Batteriesystem des Herstellers Intilion durch das Erreichen der atypischen Netznutzung große Ersparnissen möglich.
© be.storaged

Die Investitionen lassen sich dadurch häufig nach vier bis fünf Jahren amortisieren. Der Speicherprojektierer be.storaged geht mit einem Batteriesystem von Intilion durch das Erreichen der atypischen Netznutzung von großen Ersparnissen aus, wie das folgende Beispiel zeigt:

Der 100-Kilowattstunden-Speicher kann die Lastspitzen mit temporärem Peakshaving insbesondere in den Wintermonaten um bis zu 101 Kilowatt senken. Dadurch realisiert der Kunde jedes Jahr Einsparungen in Höhe von bis zu 21.735 Euro.

Lastspitzenkappung überwachen & Eigenverbrauch steigern

Ob 7.000-Stunden-Regel oder atypische Netznutzung: Die Glättung der Lastspitzen wirkt sich auf die Netzentgelte für das gesamte Jahr aus, und wer die Spitze reißt, zahlt den vollen Preis. Die Steuerung sollte daher auf jeden Fall redundant und gegen Ausfälle gesichert sein. Eine hohe Verfügbarkeit und eine umfassende Betriebsführung sind der Schlüssel zum Erfolg.

Intilion bietet für diesen Zweck ein cloudbasiertes Onlinemonitoring an, das Störungen frühzeitig erkennt, behebt und den Betrieb optimiert. Zudem arbeiten die Indoor- und Outdoorspeicher des Unternehmens dank ihrer Modularität auch bei Störungen autark voneinander weiter.

be.storaged Eigenverbrauchsquote Speicher
Bei einer 200-Kilowatt-Solarstromanlage mit einem 200-Kilowattstunden-Batteriespeicher können Unternehmen jedes Jahr rund 45.500 Euro sparen.
© be.storaged

Obwohl die Strompreise für die Industrie deutlich geringer sind als für Privatkunden, kann sich auch der Eigenverbrauch lohnen, den man mit einem Batteriespeicher deutlich steigern kann. So lassen sich bei einer 200-Kilowatt-Solarstromanlage mit einem 200-Kilowattstunden-Batteriespeicher jedes Jahr rund 45.500 Euro sparen, wie das Beispiel zeigt. Bereits nach sechs Jahren hat sich ein solches Energiespeichersystem amortisiert, das den Eigenverbrauch auf 90 Prozent erhöht, wie eine Auswertung von be.storaged ergeben hat.


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