TÜV Süd erklärt neue Anforderungen

Am Netz bleiben

28. Juni 2019, 14:11 Uhr   |  Dipl.-Ing. Dieter Rosenwirth, Leiter der Zertifizierungsstelle Netzverträglichkeit bei der TÜV SÜD Industrie Service GmbH, München


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Anlagenzertifikat C mit dem Digitalen Zwilling

Das Anlagenzertifikat C ist nicht nur auf individuell geplante Anlagen wie z. B. Wasserkraftwerke beschränkt, sondern überall dort möglich, wo Erzeugungseinheiten mit direkt gekoppelten Synchrongeneratoren als Kleinserie zum Einsatz kommen.

PV-Anlage Ständlerstraße
© Stadtwerke München (SWM)

Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Trambahn-Hauptwerkstätte der Stadtwerke München in der Ständlerstraße.

Erzeugungseinheiten mit mindestens 5 MVA (Wirk- und Blindleistung) Leistung und direkt gekoppelten Synchrongeneratoren können immer mit dem Einzelnachweisverfahren behandelt werden. Bei höheren Leistungen stößt das übliche Verfahren an seine Grenzen, denn es fließt bei den typspezifischen Kurzschlusstests so viel Strom, dass die Belastbarkeit der Testeinrichtungen überschritten wäre. Hier kommen Computersimulationen zum Einsatz, was oft erheblich einfacher und zuverlässiger ist.

Das softwaregestützte Modell muss validiert werden, und Messungen müssen die bisherigen Ergebnisse verifizieren. Dieses Modell entspricht einem Digitalen Zwilling der Erzeugungsanlage. Er verhält sich exakt so wie sich die Anlage real verhalten würde. Simulationen der Wirk- und Blindleistung sowie der Zustände der Anlage bei Spannungseinbruch und Netzfehlern zeigen, ob sich die reale Anlage konform den Netzanschlussregeln verhält.

 

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1. Am Netz bleiben
2. Messungen an der Anlage und Simulationen im Modell
3. Anlagenzertifikat C mit dem Digitalen Zwilling
4. Mit vorhandenen Daten den Digitalen Zwilling erstellen

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