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Energieerzeugung: Kraftwerkssparte belastet Siemens - trotzdem Gewinnsprung

Die schwächelnde Kraftwerkssparte bleibt eine Belastung für den Elektrokonzern Siemens.

Siemens-Eingangsbereich München Bildquelle: © Matthias Balk/dpa

Im zweiten Quartal schrumpfte das Ergebnis im industriellen Kerngeschäft des Konzerns im Jahresvergleich um 8 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Dabei überlagerten die Probleme im Kraftwerksgeschäft die gute Entwicklung vor allem in der Digitalisierungs- und in der Zugsparte.

Unter dem Strich schnellte der Gewinn des Konzerns aber dank eines Buchwertgewinns um 39 Prozent auf gut 2 Milliarden Euro in die Höhe. Hintergrund ist, dass Siemens seinen Anteil am IT-Unternehmen Atos in seinen Pensionsfonds einbrachte. Auch die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr (30. September) hob das Unternehmen an. Unter dem Strich peilt Siemens jetzt 6,5 bis 6,8 Milliarden Euro Gewinn an, statt wie bisher 6,1 bis 6,5 Milliarden Euro.

Der Umsatz blieb mit 20,1 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau, und der Auftragseingang ging um 2 Prozent auf 22,3 Milliarden Euro zurück. Dabei bekam Siemens auch starken Gegenwind durch Währungseffekte zu spüren.

In der Kraftwerkssparte plant Siemens den Abbau tausender Arbeitsplätze. Zuvor hatte der Konzern nach zähem Ringen mit Arbeitnehmervertretern die Einigung auf Eckpunkte für die Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan für die Sparte bekanntgegeben.