Cloud-Computing für neue MPES

Einspeisewechselprozesse erfolgreich einführen

15. August 2013, 11:02 Uhr   |  Heinz Arnold

Die Seeburger AG hat ihre Utilities Cloud Services um die »Marktprozesse für Einspeisestellen Strom« (MPES) erweitert. Damit können die Kunden die Änderungen im Zuge der neuen Marktprozesse für Einspeisestellen fristgerecht umsetzen.

Seit der Entflechtung und Neuregulierung des Energiemarktes entwickeln sich die Wechselprozesse in der Geschäftswelt rasant. Am 1. Oktober tritt der Beschluss BK6-12-153 für die neuen Marktprozesse für Einspeisestellen verbindlich in Kraft, den die Bundesnetzagentur bereits Ende Oktober 2012 von festgelegt hat.

Wie beim Lieferantenwechsel bei Entnahmestellen (GPKE) kommt es auch bei Einspeisestellen immer häufiger zu Wechseln bei der Zuordnung einer Erzeugungsanlage zu Händlern beziehungsweise zu Bilanzkreisen. Vorgänge dieser Art werden in den »Marktprozessen für Einspeisestellen Strom (MPES)« geregelt.

»Anwender und IT-Dienstleister versuchen nun gleichermaßen die Forderungen der Bundesnetzagentur in ihre Software zu integrieren. Cloud-Computing hilft bei diesem Umsetzungsprozess«, sagt Zoran Petrovic, Director Business Unit Utilities von Seeburger.

Marktprozesse fristgerecht realisieren

Die Utilities Cloud Services können die Marktprozesse für Einspeisestellen fristgerecht, ohne Zeitdruck und ohne hohen Implementierungsaufwand realisieren. Neben der schnellen Einführung übernehmen die Services Prozesse wie Kündigung, An-/Abmeldung, Änderungsmeldung und Geschäftsdatenanfrage in der Tranche. Durch das Pay-per-Use-Verfahren entfallen zudem weitere Investitionskosten und ein Einstieg ist bereits sehr kostengünstig möglich. Die Services übernehmen wichtige Funktionen für die Umsetzung der MPES automatisch, zum Beispiel die Fristenüberwachung bei den Prozessen, die Kontrolle über Tranchenüberschreitungen und die Durchführung von Stammdatenänderungen.

Um den Lieferanten und Netzbetreibern eine einfache Handhabung zu garantieren, wurde in der Cloud ein Portal eingerichtet, das einen Überblick über alle eingehenden und versendeten Nachrichten ermöglicht. Auf diese Weise erfahren der Lieferant und der Netzbetreiber, ob eine Tranchenüberschreitung vorliegt und können sofort darauf reagieren. Im Falle einer Überschreitung wird automatisch eine Abmeldungsanfrage an alle Lieferanten gesendet. Der Lieferant kann nun entscheiden, ob er denselben Anteil weiternutzen möchte oder diesen ändern beziehungsweise ganz abmelden möchte. Diese transparente Vorgehensweise sorgt für ein Clearing und eine Neuverteilung in der Tranche. Zoran Petrovic: »Die Vorgaben der Bundesnetzagentur werden auf diese Weise mühelos und schnell umgesetzt.«

Mit der Utilities Cloud bietet die Seeburger einen weiteren Service für die Anbindung an das Herkunftsnachweisregister (HKNR Umweltbundesamt) an. Das hilft Netzbetreibern in der Marktkommunikation und wird ihnen kostenfrei zur Verfügung gestellt, damit sie die Anforderungen des Umweltbundesamtes fristgerecht umsetzen können.

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