Kommunale Statistik

Investitionen in Kraftwerke auf niedrigem Niveau stabil

13. September 2016, 15:42 Uhr   |  Hagen Lang

Investitionen in Kraftwerke auf niedrigem Niveau stabil
© Olaf Kosinsky / Wikipedia

VKU Hauptgeschäftsführerin Reiche Mahnte vermisst bei der Energiepolitik die klare Botschaft.

Die Investitionen kommunaler Unternehmen in ihren Kraftwerkspark ist im dritten Jahr in Folge unverändert. Das ergab die Erzeugungsumfrage des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU) unter seinen Mitgliedsunternehmen.

2015 investierten die kommunalen Unternehmen 4,88 Milliarden Euro in die Energieerzeugung

(2014: 5,1 Mrd. Euro, 2013: 4,9 Mrd. Euro). Das ist gegenüber dem Jahr 2011 (8,6 Milliarden) jedoch fast eine Halbierung. Der Marktanteil kommunaler Energieerzeugung an der installierten Nettonennleistung ist 2015 auf knapp 24 Gigawatt (GW) oder 12,6 Prozent leicht gestiegen (installierte Nettonennleistung in Deutschland: rund 190 GW; Quelle: Monitoringbericht der Bundesnetzagentur 2015).

»Die Zurückhaltung im Jahr 2015 geht auf den damaligen unsicheren politischen Rahmen zurück. Weder beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) oder dem Strommarktdesign hatte die Bundesregierung verlässliche Botschaften in den Markt gesendet«, sagt VKU-Hauptgeschäftsführerin Katherina Reiche. »Dringend benötigte Investitionen in den Umbau der Energiewirtschaft konnten so nicht getätigt werden.«

Die Investitionsstruktur zeigt, dass sich der Trend von Investitionen in Energiewendeanlagen (Erneuerbare Energien und Kraft-Wärme-Kopplung) zurückhaltend verstetigt. »Im Bereich der erneuerbaren Energien beobachten wir eine deutliche Dynamik«, so Reiche. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der installierten Leistung kommunaler Unternehmen stieg von 15,6 Prozent im Jahr 2014 auf 16,6 Prozent im Jahr 2015, die installierte Leistung im Vergleich zu 2014 um 260 auf gut 4.000 Megawatt (MW).

Der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) an der installierten Leistung kommunaler Unternehmen blieb stabil und lag 2015 bei 43,3 Prozent (Vorjahr 44,0 Prozent) oder 10.376 MW. Frau Reiche erklärte: »Diese Entwicklung bei Energiewendeanlagen reicht aber nicht aus, um die Ziele der Energiewende zu erreichen.« Zwar seien mit der Novellierung des KWK- und des Erneuerbare-Energien-Gesetzes entsprechende Weichen gestellt worden, »doch diese müssen nun den Praxistest bestehen«.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Neuausrichtung bei STEAG
Schieflage bei den Energiewende-Zielen
Die Strombörse wird häufiger negative Strompreise sehen
Stadtwerke bieten Vermarktung dezentraler Erzeugungsanlagen

Verwandte Artikel

STEAG GmbH