Für eine nachhaltige Energieversorgung

eFuel Alliance tritt Weltenergierat Deutschland bei

14. April 2022, 12:42 Uhr | Irina Hübner
Das DLR hat eine Studie zum Meinungsbild über synthetische Kraftstoffe durchgeführt.
© 123rf.de

Mit dem Beitritt zum Weltenergierat Deutschland e.V. ist die eFuel Alliance Teil des größten energieübergreifenden Netzwerkes der Energiewirtschaft, das in 90 Staaten aktiv ist. Als Teil des World Energy Council setzt sich der Weltenergierat Deutschland für eine nachhaltige Energieversorgung ein.

Zu einer nachhaltigen Energieversorgung möchte auch die eFuel Alliance beitragen. »Wir freuen uns auf den Austausch und die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Energieunternehmen. Damit kommen wir unserem Ziel ein Stück näher, eFuels als umweltfreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen weltweit bekannt zu machen und zu etablieren«, so Ralf Diemer, Geschäftsführer der eFuel Alliance.

eFuels werden mit Hilfe von Strom aus Erneuerbaren Energien, Wasser und CO2 aus der Luft hergestellt und setzen damit im Gegensatz zu herkömmlichen Kraft- und Brennstoffen kein zusätzliches CO2 frei. Sie sind also nach Ansicht der eFuel Alliance hervorragend geeignet, die CO2-Emissionen entscheidend und kostengünstig zu reduzieren – bis hin zur Klimaneutralität. Die Allianz sieht das als starkes Argument, eFuels in die Debatte um das Energiesystem der Zukunft einzubringen. Bei dieser Diskussion spielt der Aspekt der Globalität eine große Rolle, denn sowohl Energiemärkte als auch Klimawandel sind globale Phänomene.

eFuels als chemischer Energieträger erneuerbarer Energien

Große Teile Europas werden abhängig von Energieimporten bleiben, da das Potenzial erneuerbarer Energien hierzulande begrenzt ist. Der internationalen Zusammenarbeit muss somit eine größere Rolle zuerkannt werden. Die globalen Reserven der fossilen Energieträger sind ungleich verteilt, was die Abhängigkeit von einzelnen Staaten erhöht.

Das Potenzial erneuerbarer Energien hingegen ist deutlich diverser verteilt. Regionen der Welt, die bisher keine oder wenig fossile Ressourcen haben, aber über viel Wind, Sonne und Platz verfügen, könnten ganz neue Player auf dem Weltmarkt der klimaneutralen Energie werden. Das sind zum Beispiel viele Regionen in Afrika, Lateinamerika, Asiens und Australiens. Erneuerbarer Strom lässt sich aber nur schwer speichern und über weite Strecken transportieren. Daher hält die eFuel Alliance die Umwandlung in chemische Energieträger wie eFuels notwendig, um die globalen Möglichkeiten auszuschöpfen.

»Auf dem Weg dahin bietet der Weltenergierat mit seinem energieträger- und technologieübergreifenden Kompetenznetzwerk eine hervorragende Plattform«, ergänzt Diemer.


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