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ULTRANET: Technologie für HGÜ-Strecke vorgestellt

Die Betreiber der »ULTRANET« getauften künftigen »Stromautobahn« in Hochspannungs-Gleichstromübertragungstechnik (HGÜ) zwischen NRW und Baden-Württemberg Amprion und TransnetBW haben mit Technologiepartner Siemens die Technik der ULTRANET-Konverter vorgestellt.

ULTRANET Bildquelle: © Amprion

Bereits seit 2012 untersuchte Übertragungsnetzbetreiber Amprion in Datteln, NRW, ob HGÜ- und Wechselstromleitungen gemeinsam auf bestehenden Masten betrieben werden können.

Die Konverter wandeln den Strom vom 380-kV-Drehstrom in Gleichstrom um. Dazu gehört ein Anschluss über eine Stichleitung am Netzverknüpfungspunkt Philippsburg, Transformatoren, die die Netzspannung auf die für den Umrichter erforderliche Eingangsspannung wandeln, dem eigentlichen Umrichter sowie eine Gleichstrom-Schaltanlage.

In »Vollbrückentechnologie« ausgelegte Komponenten erlauben eine Regulierung und Stabilisierung der Netzspannung, eine Aufgabe, die heute noch hauptsächlich von konventionellen Kraftwerken übernommen wird. Die Konverter können den Wiederaufbau des Netzes nach einem Stromausfall unterstützen. Zudem können sie die Gleichspannung schnell ändern um Ausfälle etwa durch Blitzschläge verkürzen.

»Das ist ein wichtiger Schritt, um die Sicherheit der Stromübertragung in Zeiten der Energiewende zu gewährleisten«, sagt Dr. Klaus Kleinekorte, Geschäftsführer bei Amprion. Dr. Werner Götz, Geschäftsführer von TransnetBW ergänzt: »Die Auftragsvergabe ist ein wichtiger Meilenstein für ULTRANET. Zusammen mit unserer Entscheidung für den Standort der Anlage am südlichen Endpunkt in Baden-Württemberg sind nun die Weichen gestellt, um dieses wichtige Leitungsprojekt zu realisieren.«

Die Konverter-Anlagen werden eine garantierte Übertragungsleistung von 2.000 Megawatt bei einer Netzspannung von +/- 380.000 Volt besitzen. In den kommenden Monaten werden Siemens [1] TransnetBW und Amprion die Ausgestaltung der Umrichter festlegen.

ULTRANET bildet als Gemeinschaftsprojekt von Amprion und TransnetBW den südlichen Teil einer der geplanten neuen Nord-Süd-Stromverbindungen. Dabei wird erstmals eine Gleichstromleitung gemeinsam mit einer bereits vorhandenen 380 kV Drehstromleitung auf einem Mastgestänge geführt.