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Technologische Herausforderungen: Umrichter für die HGÜ

Fortsetzung des Artikels von Teil 4.

Neue Entwicklungen

Die netzgeführten HGÜ-Stromrichter haben sich seit Jahrzehnten bei unverändertem Schaltungskonzept etabliert und sind auch für die Zukunft eine interessante Technologie für höchste Leistungen und starke Netze. Weiterentwicklungen gehen zum einen in Richtung höhere Spannungen und Leistungen, zum anderen in Detailoptimierungen. Demgegenüber stehen selbstgeführte HGÜ-Stromrichter noch am Anfang ihrer Entwicklungsphase; verschiedene Topologien stehen im Wettbewerb. Die Anbindung schwacher Inselnetze ist bereits erfolgreich realisiert, Multiterminal-Verbindungen und vermaschte DC-Netze halten noch viele Herausforderungen bereit und werden zu interessanten technischen Entwicklungen führen.

Literatur
[1] Lesnicar, A.; Marquardt, R.: An Innovative Modular Multilevel Converter Topology Suitable for a Wide Power Range. IEEE PowerTech Conference, Bologna, 2003
[2] Marquardt, R.; Lesnicar, A.: New Concept for High Voltage-Modular Multilevel Converter. PESC Conference, Aachen, 2004.
[3] Hansen, J.; Eicher, S.: Selbstgeführte Umrichter für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung und ihr Einsatz im elektrischen Versorgungsnetz. ETG Fachtagung „Bauelemente der Leistungselektronik“, Bad Nauheim, 2006.
[4] Blasco-Gimenez, R.; Añó-Villalba, S.; Rodríguez, F; Morant, F.; Bernal, S.: Uncontrolled Rectifiers for HVDC Connection of Large Off-Shore Wind Farms. EPE Conference, Barcelona, 2009.
[5] Jacobsen, B.; Karlsson, P.; Asplund, G.; Harnefors, L.; Jonsson, T.: VSC-HVDC Transmission with Cascaded Two-Level Converters. CIGRE session, Paris, 2010 .
[6] Gambach, H.; Wahle, M.; Schuster, D.: Selbstgeführte HGÜ-Umrichter (MMC) für die Anbindung von Offshore-Windenergieanlagen. ETG Fachtagung „Bauelemente der Leistungselektronik“, Bad Nauheim, 2011.
[7] Davidson, C.: Power Transmission with Power Electronics. EPE Conference, Birmingham, 2011.

Der Autor:

hat in Erlangen auf dem Gebiet der Leistungselektronik promoviert. Anschließend ist er gut zehn Jahre bei Siemens in der Entwicklung von Stromrichtern für elektrische Bahnfahrzeuge tätig gewesen. Seit 2008 ist er an der Universität Rostock Professor für Leistungselektronik und Elektrische Antriebe. Seine Forschungsaktivitäten umfassen die Themenfelder Leistungshalbleiter, Umrichter und Antriebssysteme mit einem Schwerpunkt auf Anwendungen mit hohen Spannungen und Leistungen in der Energie- und Antriebstechnik. 
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