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Gescheiterte 50Hertz-Beteiligung: N-ERGIE AG fordert Bundesbeteiligungen an Übertragungsnetzen

Nachdem Berlin die Beteiligung des China State Grid am Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz verboten hat, fordert Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der N-ENERGIE AG aus Nürnberg stärkere Beteiligungen des deutschen Staates an der Stromnetz-Infrastruktur.

Josef Hasler Bildquelle: © N-ERGIE AG

Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der N-ERGIE AG

»Ich bin erleichtert, dass die Bundesregierung in letzter Minute die kritische Dimension eines Verkaufs nach China erkannt hat«, sagt Josef Hasler. Er begrüßt das Einschreiten Berlins, fordert aber gleichzeitig ein viel weitreichenderes Umdenken:

»Die Politik sollte nun Nägel mit Köpfen machen: Statt des schnellen Weiterverkaufs, der im Raum steht, sollte sie lieber intensiv darüber nachdenken, ihre Anteile am Netz noch deutlich auszubauen. Nur so kann die sensible Netzinfrastruktur dauerhaft und wirksam vor dem Einfluss Dritter geschützt werden«.

Den »deutschen Sonderweg«, das Privatisieren der Übertragungsnetze, hält Hasler für gescheitert. Die Stromnetze seien für die Versorgungssicherheit und Datensicherheit volkswirtschaftlich zu wichtig, als dass sie in ausländische Hände gelangen dürften. Hasler weiter:

»Wenn der Ausbau der Übertragungsnetze schon überdimensioniert vonstattengeht, dann sollten doch bitte nicht ausländische Investoren von den garantierten und risikofreien Renditen profitieren, sondern die Bürger. Schließlich sind sie es, die den Ausbau über die ihre Stromrechnung finanzieren.«