innogy gridX

Intelligentes Energiemanagement für Industrie und Gewerbe

14. Januar 2020, 11:18 Uhr   |  Hagen Lang

Intelligentes Energiemanagement für Industrie und Gewerbe
© innogy SE

Bei der Vorstellung des Projekts (v. l.): Judith Lehnigk-Emden, Kreisbeigeordnete des Landkreises Mayen-Koblenz, Axel Münnich, Netzplaner bei der Westnetz GmbH, Andreas Booke, Geschäftsführer und Gründer der gridX GmbH, Dr. Armin Gaul, Leiter des Bereichs Koordination Technische Produktentwicklung, und Thomas Sztrajt, Leiter des Hotel und Kongresszentrums Wanderath.

innogy hat gemeinsam mit dem Start-Up GridX seit April eine neue, intelligente Form des Energiemanagements für Kunden mit Hotels, Parkhäusern, Logistik-Aktivitäten und E-Mobilitäts-Ausrichtung entwickelt, die den Netzausbau minimiert und als Produkt erhältlich ist.

Nach den jüngsten Plänen der Bundesregierung sollen bis 2030 zehn Millionen Fahrzeuge auf deutschen Straßen elektrisch angetrieben sein. Das bedingt eine steigende Anzahl von Ladesäulen, die wiederum zu einem steigenden Bedarf an elektrischer Leistung im Gebäude führen. Die verfügbare Anschlussleistung ist dafür oft nicht ausreichend. Hinzu kommt die schwankende Einspeisung aus erneuerbaren Energiequellen. Diese Faktoren machen oft einen kostspieligen Ausbau der Energieverteilungsnetze nötig, wenn Energieversorger Elektromobilität in ihren Netzen anbieten wollen. 

Im Hotel und Kongresszentrum Wanderath hat das Energieunternehmen innogy gemeinsam mit dem Start-Up GridX seit April eine neue, intelligente Form des Energiemanagements getestet, die diesen Netzausbau minimiert. Wie die Technik funktioniert, stellten Judith Lehnigk-Emden, Kreisbeigeordnete des Landkreises Mayen-Koblenz, Andreas Booke, Geschäftsführer der gridX GmbH, Dr. Armin Gaul, Leiter des Bereichs „Koordination Technische Produktentwicklung“ und Thomas Sztrajt, Leiter des Hotel und Kongresszentrums Wanderath in Baar  vor.  

„Im Jahr 2016 haben wir im Landkreis Mayen-Koblenz ein umfangreiches Klimaschutzkonzept erarbeitet. Dieses beinhaltet unter anderem die Reduzierung der CO²-Emmissionen im Kreis. Um dieses Ziel zu erreichen, ist die Integration erneuerbarer Energien sowie der Elektromobilität unabdingbar. Mit dem heute vorgestellten Projekt können wir dazu gemeinsam einen wesentlichen Beitrag leisten“, so Judith Lehnigk-Emden.   

Eine eingebaute gridBox dient als intelligenter Energiemanager, der die Nutzung von selbsterzeugtem Strom optimiert. Im Rahmen des sogenannten „Smart Charging“-Projekts überwacht sie vollautomatisiert den Energiefluss im Haus und maximiert den Autarkiegrad. In Zeiten hoher Sonneneinstrahlung kann das Gebäude einen großen Teil seines Strombedarfs aus der eigenen Solaranlage decken. Die entwickelte Lösung bietet innovative Möglichkeiten zur Integration von E-Autos und Ladesäulen. Die damit verbundenen Algorithmen von gridX schaffen ein dynamisches Energiemanagement und sorgen somit für einen reibungslosen Hotelbetrieb unter Einbeziehung der Ladeeinrichtungen und Erzeugungsanlagen.  

„Für gridX ist Wanderath ein großartiges Projekt, um zu zeigen, wie dynamisches Lastenmanagement in der Praxis aussehen kann. Wir haben es durch "Smart Charging" in Wanderath geschafft, mehr Ladesäulen zu errichten und gleichzeitig das Netz zu entlasten. Diese Kosteneinsparung wollen wir in Zukunft auch anderen Unternehmen ermöglichen", sagt Andreas Booke, Gründer und Geschäftsführer von gridX.   Dr. Armin Gaul erklärte die Technik der integrierten Systemlösung in Wanderath: „Auf dem Gelände des Hotels und Kongresszentrums Wanderath haben wir eine Vielzahl moderner Komponenten eingesetzt. Das Besondere daran: Gemeinsam mit gridX haben wir alle Technologien miteinander vernetzt. So können wir den Autarkiegrad des Hotels erhöhen und mit neuer Ladeinfrastruktur und klimaneutraler Erzeugung einen Beitrag zur Energiewende in der Region leisten.“  

Hotel-Leiter Thomas Sztrajt freute sich, „dass wir als Hotel und Kongresszentrum nun eine Vorreiterrolle in Sachen Energieeffizienz einnehmen können. Wir haben in den vergangenen Monaten einen zunehmenden Bedarf unserer Gäste nach Ladeinfrastruktur festgestellt. Mit insgesamt nun 17 Ladepunkten bieten wir nun ein umfangreiches E-Mobility-Angebot. Und dabei kommt der Strom auch noch aus der Photovoltaikanlage auf dem Hoteldach“. Eine Photovoltaikanlage mit 20 KWp Leistung auf dem Dach des Betriebsgebäudes erzeugt Strom aus Sonnenlicht. Das Hotel hat 15 Ladepunkte auf dem Gelände aufgestellt, die unter anderem mit selbstproduziertem Strom betrieben werden. Insgesamt stehen den Besuchern nun 17 Ladepunkte zur Verfügung. Im Hotel- und Kongresszentrum leuchten nun intelligente Straßenleuchten mit verschiedenen Funktionen. Sie spenden auf dem Gelände des Hotels nicht nur Licht in den Abendstunden, sondern laden  auch E-Autos auf. Gleichzeitig liefern sie W-LAN für die Kunden des Hotels. Alle Komponenten sind mit der sogenannten gridBox vernetzt, die auch das dynamische Lademanagement übernimmt.

innogy SE bietet die gridX-Lösung unter dem Namen „Smart Connect“ im Produktportfolio Kunden insbesondere aus dem Parkhaus- und Logistikbereich an, die so ihre Energieeffizient verbessern und ihren Autarkiegrad maximieren können.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Verwandte Artikel

RWE Innogy