Siemens UPFC PLUS

Netzstabilisierung im Wechselstromnetz

23. September 2020, 12:25 Uhr   |  Hagen Lang

Netzstabilisierung im Wechselstromnetz
© Siemens AG

Siemens stellt den UPFC (Unified Power Flow Controller) PLUS vor, der durch die dynamische Steuerung des Lastflusses die Resilienz von Wechselstromnetzen vergrößert. Die Einheit leistet gleichzeitig die notwendige Blindleistungskompensation, Spannungsregelung und aktive Lastflusssteuerung.

Der UPFC PLUS lässt sich einfach in bestehende Infrastrukturen integrieren und gleicht Lastflüsse im Wechselstromnetz innerhalb von Millisekunden aus. Kernstück des UPFC PLUS sind zwei Spannungsquellen: eine parallel geschaltete, die die Spannung regelt, sowie eine in Reihe geschaltete, die mit der Wechselstromleitung zusammengeschaltet ist. Damit kann die Einheit gleichzeitig die notwendige Blindleistungskompensation, Spannungsregelung und aktive Lastflusssteuerung leisten, so dass die Systemfunktion auch bei Ausfall oder Funktionsstörung einer einzelnen Komponente aufrechterhalten werden kann.

„Mit unserer neuen UPFC PLUS-Technologie bieten wir Netzbetreibern eine innovative Lösung, um auf Schwankungen im Stromnetz sofort reagieren zu können und letztlich auch die Integration erneuerbarer Energieträger zu unterstützen. Er sorgt gezielt für die notwendige Resilienz und Stabilität der Netze“, betont Hauke Jürgensen, Leiter Large Transmission Solutions bei Siemens Energy. „Der UPFC PLUS ist eine kosteneffiziente Netzstabilisierungslösung, welche Netzbetreiber unterstützt die heutigen und zukünftige Herausforderungen der sich schnell wandelnden Energielandschaft zu bewältigen.“

Der UPFC PLUS besteht aus fünf Hauptkomponenten:

1. Einem Back-to-Back-Konvertersystem als symmetrischer Monopol um den notwendigen Spannungslevel zu erreichen

2. Powermodulen von Siemens Energy, die den modularen Multilevel-VSC-Konverter (Voltage-Source-Converter) bilden

3. Einem Serientransformator, der die Spannung in die Übertragungsleitung einspeist, wodurch der Stromfluss durch das System je nach Bedarf gedrosselt oder erhöht wird

4. Einem Paralleltransformator, der die Spannung und eingespeiste Blindleistung regelt

5. Einer schnellen Bypasseinheit für den Schutz des Reihenschaltungsteils und die rasche Wiederherstellung der Betriebsbereitschaft nach einer Anlagenstörung.

Das System ist auf das Hochspannungsniveau elektrischer Verbundnetze ausgerichtet, die mit dreiphasigem Wechselstrom betrieben werden, und deckt alle Spannungspegel weltweit ab.

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