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Erstes Gewerbestrom-Portal: Digitale Gewerbestrommärkte: Vorteile und Voraussetzungen

Der Gewerbestrommarkt generiert ein erhebliches Volumen mit Kunden, die über 100.000 KWh (RLM-Kunden) verbrauchen. Warum die digitale Angebots-Plattform von e.less für diese als Verbraucher und für Energieversorger als Anbieter attraktiv ist, erklärt Alexander Schießl, Geschäftsführer der e.less.

Alexander Schiessl Bildquelle: © e.less

Alexander Schießl, Geschäftsführer der e.less GmbH, erklärt, warum digitale B2B Strombeschaffung für RLM-Kunden und Stromversorger gleichermaßen Vorteile bietet.

Zu den Gewerbestromverbrauchern gehören Handwerksunternehmen, kleine und mittelständische Firmen. Doch der Markt ist für Energieversorger in Deutschland aufgrund des harten Strompreiskampfes bislang wenig attraktiv.

Gleichzeitig gestaltet sich für Gewerbekunden der Angebotsvergleich äußerst schwierig, da sie ohne Makler oder Agenten keine Auswahl bekommen. Abhilfe für beide Seiten schafft die Digitalisierung in Form des ersten Gewerbestrom-Portales Deutschlands:  www.eless.de.

 

SmarterWorld: Welche Herausforderungen stellen sich Kunden und Anbietern auf dem Gewerbestrommarkt?

Alexander Schießl: Für Gewerbekunden ist die Strombeschaffung vor allem zeitaufwändig, kostenintensiv und nicht zuletzt intransparent. Verschiedene Angebote zum Vergleich erhalten sie nur durch die Beauftragung von Maklern oder Agenten, die häufig eine Provision verlangen. Durch diese Abhängigkeit fehlen den Unternehmen sowohl relevante Informationen für die Entscheidung, als auch eine Garantie dafür, tatsächlich das beste Angebote zu erhalten. Ein echter Preisvergleich findet nicht statt. Bis es zum Abschluss des neuen Vertrags kommt, vergehen so viele Tage, manchmal Wochen.

Energieversorgern fehlt ein direkter, digitaler Vertriebskanal, über den sie Neukunden erreichen und der es ihnen ermöglicht, passende Stromtarife schnell und einfach zu finden. Durch reduzierte Vertriebskosten könnte ein solcher Kanal zudem helfen, die durch den Preiskampf geschrumpften Margen zu verbessern.

SmarterWorld: Warum schaffen die »alten« Online-Portale für Stromtarife hier keine Abhilfe?

Alexander Schießl: Zwar gibt es in Deutschland bereits viele Portale, die den Stromvergleich und Anbieterwechsel ermöglichen und auch Angebote für Geschäftskunden bieten, jedoch nur für einen maximalen Stromverbrauch bis 100.000 KWh. Bei einer höheren Eingabe erhält der Kunde lediglich einen Verweis auf einen Makler. Da die Portale außerdem häufig mit ausgewählten und auf Privatkunden fokussierten Energieversorgern zusammenarbeiten, bekommen Gewerbekunden wenig transparente Angebote und können Anbieter nicht nach B2B-relevanten Eigenschaften unterscheiden.

SmarterWorld: Welche speziellen Verbraucher-Anforderungen muss ein Online-Marktplatz für Gewerbestrom erfüllen?

Alexander Schießl: Der Online-Marktplatz für Gewerbekunden sollte übersichtlich sowie einfach und intuitiv zu bedienen sein, um eine möglichst zeitsparende und leichte Suche nach dem richtigen Stromtarif zu ermöglichen. Der erste Schritt sollte idealerweise mit der Eingabe des Jahresverbrauchs und der Postleitzahl beginnen und eine Möglichkeiten für das Hochladen der Lastgangdatei besitzen. Anschließend geben Unternehmen ihre Präferenzen bezüglich der Eigenschaften des Energieversorgers und des Tarifs an.

Dabei sollte das Portal unbedingt B2B-relevante Kriterien berücksichtigen: Die Anforderungen und Voraussetzungen der Verbraucher sind hier vielseitig und reichen vom Stromverbrauch zu gewissen Tageszeiten über den Wunsch nach erneuerbarer Energie oder einem lokalen Anbieter bis hin zu unterschiedlichen Rechnungsadressen bei Firmen mit mehreren Ladengschäften. Unser Gewerbestrom-Portal e.less erfüllt alle diese Anforderungen.