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Ladeinfrastruktur: Ravensburg installiert Ladesäulen-Laternen-Kombis

TWS-Geschäftsführer Dr. Andreas Thiel-Böhm, Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha und Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp haben die erste Ladestation an einer Straßenlaterne in Ravensburg eingeweiht, ein System, das, so die Erwartung, Zukunft hat.

Einweihung Bildquelle: © TWS

V.l.n.r.: TWS-Geschäftsführer Dr. Andreas Thiel-Böhm, Sozialminister Manfred Lucha, Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp.

»Diese Variante der Ladestation für Elektrofahrzeuge ist zukunftsweisend: Sie fügt sich nahtlos ins Stadtbild ein und beansprucht keinen zusätzlichen Platz« erklärte Oberbürgermeister Dr. Rapp. »Laterne und Stromtankstelle teilen sich eine elektrische Zuleitung. Das hat uns gereizt, denn so nutzen wir vorhandene Infrastruktur mehrfach – auch das ist ein Element des nachhaltigen Handelns«, erklärte Andreas Thiel-Böhm, Geschäftsführer der Technischen Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS).  

Das kommunale Versorgungsunternehmen TWS hat sich den zügigen Ausbau der Ladeinfrastruktur zum Ziel gesetzt. Am Pilotstandort in der Charlottenstraße sammelt das Unternehmen nun Erfahrungen mit der eingesetzten Technik und den Parkzeiten, aber auch zur Akzeptanz bei Nutzern und Anwohnern.

Bis zu vier Stunden steht die Parkbucht am Rand der Innenstadt mit einer Leistung von 11 kW kostenfrei zur Verfügung. Der in den Speicher übertragene Strom wird in Kilowattstunden abgerechnet: Dies geschieht entweder über einen QR-Code oder mit der twsEmobil-Ladekarte der TWS, die deutschlandweit Zugang zu rund 2.000 Stromtankstellen bietet. »Aktuell bereiten wir die Einrichtung weiterer drei Lade-Laternen in Ravensburg vor, auch in Weingarten sollen zwei folgen«, so Ellen Poot, Produktmanagerin Mobilität der TWS. 

Im August übernahm die TWS Netz die Zuleitungskabel für die Straßenbeleuchtung von den beiden Kommunen. Durch Querverbindungen an das örtliche Niederspannungsnetz werden Schritt für Schritt Straßenlaternen für die Ladefähigkeit ertüchtigt. Für die eingesetzte Technik kann der bestehende Lichtmast weiter genutzt werden. Dieses Vorgehen ist einfacher als die Suche nach neuen Standorten für E-Tankstellen, die dann nicht nur eigene Zuführungskabel, sondern auch ein Betonfundament benötigen. Insgesamt plant die TWS in den kommenden Monaten 78 neue und öffentlich zugängliche Ladepunkte im Rahmen des Förderprogramms Ladeinfrastruktur des Bundesverkehrsministeriums in der Region aufzubauen.