Rhebo GmbH

Komplexe Netzleittechnik überprüft

04. Dezember 2019, 14:53 Uhr   |  Hagen Lang

Komplexe Netzleittechnik überprüft
© Public Domain

Das städtische Wasserwerk in Connewitz bei Leipzig, lavierte Federzeichnung von Adolf EltznerAdolf Eltzner (1816–1891)

Nach Durchführung eines Rhebo Industrie 4.0 Stabilitäts- und Sicherheitsaudits beim Leipziger Wasserversorger wurde vollständige Transparenz über alle Strukturen und Prozesse der Netzleittechnik hergestellt. So kann deren Fehler und -Schwachstellenfreiheit sichergestellt werden.

Die Leipziger Wasserwerke (LWW) sind ein Tochterunternehmen der Leipziger Gruppe. Mit 5 Wasserwerken versorgt das Unternehmen 545.000 Menschen in der Region Leipzig mit Trinkwasser und behandelt in 25 Kläranlagen 95.000 m³ Schmutzwasser pro Tag. Neben der Versorgung der Leipziger Bevölkerung steht der Schutz der Leipziger Gewässer im Mittelpunkt der täglichen Aufgaben.

So konnte die LWW über eine moderne Kanalnetzsteuerung für das 2.800 km lange Kanalnetz die Menge des eingeleiteten Mischwassers in die natürlichen Gewässer um 30 % reduzieren. Die LWW stellte sich den Herausforderungen der Digitalisierung für die Versorgungssicherheit und modernisierte im Zuge der Umsetzung eines Netzwerk-Sicherheitskonzepts deshalb die informationstechnologische Infrastruktur.

Zur Etablierung eines hohen Sicherheitsniveaus wurden unter anderem die Netzwerke der Büro-IT und der Prozesssteuerung getrennt und durch Sicherheitszonen und weitere Maßnahmen zusätzlich geschützt. Hierfür wurde unter anderem ein Rhebo Industrie 4.0 Stabilitäts- und Sicherheitsaudit durchgeführt. Dabei standen drei Aspekte im Vordergrund:

Assets Inventory der Netzleittechnik: Alle aktiven Komponenten in der Netzleittechnik für ein lückenloses Asset Inventory eindeutig identifizieren und ihre Eigenschaften wie Firmware-Version, Hersteller und Identifikator analysieren.

Analyse der Kommunikationsverbindungen: Die Verbindungen der Netzleittechnikkomponenten untereinander sowie zur Office-IT in einer Netzwerkkarte visualisieren und bezüglich Aufkommen, Typ, Funktionen und Inhalte analysieren.

Aufzeigen und Entfernen etwaiger Sicherheitslücken: Die Monitoringergebnisse auf bekannte Schwachstellen (entsprechend Common Vulnerability & Exploits, CVE) untersuchen und spezifische Absicherungsmaßnahmen erarbeiten.

Das Rhebo Industrie 4.0 Stabilitäts- und Sicherheitsaudit wurde durch das IT-Beratungsunternehmen Softline Solutions GmbH durchgeführt. Für das Audit wurden an neuralgischen Punkten der Leipziger Wasserwerke (LWW)-Netzleittechnik rückwirkungsfreie Monitoringsensoren integriert, um die gesamte Kommunikation zu erfassen. Die Integration erfolgte über bestehende Ports. Nachfolgend wurden über zwei Wochen alle Kommunikationsvorgänge in der Netzleittechnik rückwirkungsfrei aufgezeichnet. Nach Abschluss der Aufnahmezeit wurden die Daten durch Rhebo analysiert und in einem Bericht zusammengefasst. Im abschließenden Workshop wurden unter Anleitung der Softline Solutions GmbH die Ergebnisse ausgewertet und Handlungsempfehlungen entwickelt.

Im Ergebnis wurde vollständige Transparenz über Struktur und Prozesse der Netzleittechnik hergestellt und alle Assets und Verbindungen wurden eindeutig identifiziert. Die Eigenschaften der Assets und Verbindungen wurden im Detail analysiert und Verbindungen zwischen der Netzleittechnik und Büro-IT identifiziert. Die Fehler- und Schwachstellenfreiheit für die Geräte und Systeme der Netzleittechnik wurde hergestellt und eine Segmentierung und Härtung des Systems durch detaillierte Risikoanalyse umgesetzt.

Für das Netzwerkmonitoring mit Anomalieerkennung wird der Rhebo Industrial Protector eingesetzt, der kontinuierlich Prozess- und Netzleittechnik überwacht, Cyberangriffe, Sicherheitslücken, Schadprogramme und Fehlerzustände in Echtzeit identifiziert. Vorfälle können so dergestalt analysiert, bewertet und bearbeitet werden, dass die Anforderungen aus Industriestandards und gesetzlichen Vorschriften erfüllt werden.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Verwandte Artikel

NoName Company