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Gesetzliche Energiesparziele übererfüllt

10. August 2016, 16:32 Uhr   |  Hagen Lang

Gesetzliche Energiesparziele übererfüllt
© ept GmbH

Das Fluss-Diagramm bietet einen schnellen Überblick über die Energieverbräuche im Unternehmen. Dahinter stehen ein umfangreiches Netz von Sensoren und Zählern, teils bis auf die Ebene einzelner Maschinen hinab.

Der Steckverbinderhersteller ept hat bei der regenerativen Erzeugung, dem Management und Einsparen von Energie beeindruckende Erfolge vorzuweisen. Ein PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) sorgt dafür, dass man nicht stehen bleibt. Ein Blick auf das Erreichte und künftige Pläne.

Der Pflicht, ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 einzuführen, können Unternehmen über 250 Mitarbeiter nur entgehen, wenn Sie sich alle vier Jahre einem Energieaudit nach DIN EN 16247-1 unterwerfen. Ziel der Übung: Den Primärenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 gegenüber 2008 um 20 Prozent zu senken, wie es die Energieeffizienzrichtlinie 2012/27/EU recht sportlich für die ganze Bundesrepublik fordert.

Die ept GmbH praktizierte bereits ein Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001, weshalb die Bestandsaufnahme und das Einleiten von Maßnahmen leichter von statten gingen. Zur Reduzierung des Energieverbrauchs um 20 Prozent bis 2020 müsste ept jährlich 1,84 Prozent, bzw. rund 2 Prozent einsparen.

Den Überblick hat Facility-Manager Heinz Pichler, der nicht ohne Grund zum Energiemanagementbeauftragten ernannt wurde, machen die Energiekosten von Gebäuden sowie deren technischen Anlagen und Einrichtungen etwa 25 % der kompletten Bewirtschaftungskosten aus. Das Energiemanagementteam besteht neben Heinz Pichler aus dem Geschäftsführer Thomas Guglhör, Operations-Leiter Marcus Trillof, Umweltbeauftragtem Detlef Kruse sowie Elektrowerkstattleiter Peter Lenk. Es überwacht die kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung und entscheidet über Maßnahmen in einem sogenannten PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act).

Um Handeln zu können, braucht man Daten als Entscheidungsgrundlage. Diese liefern Zähler und Sensoren an unzähligen Orten für Druckluft, Wärme, Gas oder Strom, loggen sie und senden sie an die Energiemanagementsoftware, die sie verarbeitet und z.B. in sogenannten Sankey-Diagrammen visualisiert. So werden der Gesamt- und Teilverbräuche anschaulich.

Die optimierte Heizung und Lüftung von Anlagen und Gebäuden übernimmt bei ept in Peiting und Buching mittlerweile eine Software. Das Werk Peiting konnte durch eine Kombination aus Wärmerückgewinnung bei den Kompressoren, einem Blockheizkraftwerk und einem gasbefeuerten Niederbrennwertkessel auf eine weitere Ölheizung verzichten. Das BHKW liefert für die Galvanik die Heizwärme, erzeugt 70 kW Strom und dient als Notstromaggregat für den Server.

Die Mitarbeiter werden durch Arbeitsanweisungen zum aktiven Energiesparen angehalten, angepasste Wartungspläne, z.B. für Druckluftmaschinen sorgen dafür, dass diese immer effizient arbeiten. Im ept-Werk Buching liefern 36 bis in 80 m Tiefe reichende Bohrungen fast den gesamten Bedarf an Heiz- und Kühlleistung in Höhe von 297.000 kWh. Acht Prozent des Strombedarfes deckt zudem eine PV-Anlage mit 55.000 kWh Jahresleistung.

Ausgehend von 2013 wollte ept seinen Energieverbrauch ursprünglich um 2 Prozent jährlich senken. Da bis 2014 aber bereits 20 Prozent eingespart wurden und 2015 nochmals 12 Prozent, wäre das Verbrauchsziel von -20 Prozent bis 2020 bereits übererfüllt. Trotzdem erklärt Heinz Pichler, Energiemanagementbeauftragter bei ept: »Wir werden weiterhinden Verbrauch an Primärenergie um mindestens 2 Prozent pro Jahr gegenüber dem Vorjahr senken«. »Unsere Erfolge spornen uns natürlich an,« so Pichler, »doch wir sind der Meinung, noch viel mehr erreichen zu können, wenn wir weiter am Ball bleiben.«

Diese Meinung teilt auch ept-Geschäftsführer Thomas Guglhör: »Wir investieren viel in Umweltschutz und Energiesparmaßnahmen. Es ist deshalb schön, auch kurzfristig schon Erfolge sehen zu können. Nicht nur unsere eigenen Mitarbeiter, sondern auch unsere Kunden haben wir dadurch überzeugt, dass sich Umwelt- und Energiemanagement lohnt, um langfristig Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen.«

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