Studie zum Smart-City-Markt

Digitalisierung als Treiber für klimaneutrale Smart Cities

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Digitale Anwendungen in der Smart City sparen Ressourcen, steigern die Effizienz und tragen so maßgeblich zum Klimaschutz bei.
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Digitale Technologien und Dienste ermöglichen hohe CO2-Einsparungen in Städten und Ballungsräumen. Dadurch leisten sie einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und sind unverzichtbar auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt. Dies hat eine aktuelle Studie von Eco und Arthur D. Little ergeben.

Digitale Technologien und Anwendungen leisten einen unverzichtbaren Beitrag, das deutsche Klimaziel von 55 Prozent CO2-Reduktion bis 2030 zu erreichen, das zeigt die Studie »Der Smart City Markt in Deutschland, 2021-2026«, die Eco und Arthur D. Little mit Unterstützung des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation sowie den Unternehmen Uber, Netcologne und Cloudflare erarbeitet haben. Der Nachhaltigkeits-Trend in der Smart City fördert zudem das Wachstum in zahlreichen Branchen mit neuen Geschäftsmodellen und Investitionen.

Bis 2026 erwarten die Studienautoren große Nachhaltigkeits-Effekte in den Segmenten Internetwirtschaft, Gebäudeautomatisierung, Transport & Logistik (Mobilität), Energieversorgung, im Gesundheitswesen sowie Einzelhandel & Gastgewerbe. Die Einführung von gigabitfähigen Infrastrukturen beispielsweise kann zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen um 270.000 Tonnen beim Datentransport führen.

Smarte Gebäude sparen 275 Millionen Tonnen CO2 bis 2026 ein. Sharing-Konzepte und die Verbesserung von Verkehrsflüssen, unter anderem durch Smart Parking können bis 2030 bis zu 50 Prozent der CO2-Emissionen im städtischen Pkw-Verkehr reduzieren. Damit  können Bürger bis zu 34 Milliarden Euro Kosten allein für die Parkplatz-Suche sparen. Auch Car-Sharing-Angebote haben einen direkten Nachhaltigkeitseffekte von rund 0,52 Millionen Tonnen CO2 bis 2026.

Intelligente Nutzung digitaler Technologien spart CO2

»Städte sind die Orte, in denen die Mehrheit der Menschheit im 21. Jahrhundert lebt. Deshalb müssen sie Vorreiter für eine grüne Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft und Reallabore für Klimaneutralität sein«, meint Inger Paus vom Vodafone-Institut. Die Smart-City-Studie zeige, dass dies nur mit intelligenter Nutzung digitaler Technologien funktionieren wird. »Wenn es uns gelingt, das Potenzial der Digitalisierung in den Städten weltweit zu heben, wird dies nicht nur zu mehr Lebensqualität führen, sondern auch einen signifikanten Beitrag zu Klima- und Umweltschutz leisten«, so Paus weiter.

Oliver Süme, Vorstandsvorsitzender im Eco – Verband der Internetwirtschaft, ruft Städte dazu auf, die Rahmenbedingungen für nachhaltige digitale Services zu schaffen. »Städte müssen segmentübergreifend denken, eine ganzheitliche Anwendung von Smart-City-Konzepten ist der Schlüssel für eine nachhaltige Digitalisierung.« Dazu gehört seiner Meinung nach die Förderung energieeffizienter Rechenzentren und die verstärkte Nutzung der Abwärme sowie die Einführung ressourcenarmer Kommunikationsdienste. »Es braucht beispielsweise Anreize für den Einsatz von Wärmepumpen zur Aufbereitung der Abwärme für kommunale Nah- und Fernwärmenetze. Gleichzeitig empfiehlt sich ein professioneller Schutz des Ökosystems durch Investitionen in Cybersicherheit«, so Süme weiter.

Vernetzung hebt Synergien in der Smart City

Ein Beispiel für die Nachhaltigkeitseffekte des vernetzten Denkens gibt Studienautor Lars Riegel, Partner bei Arthur D. Little: »Viele Städte und Kommunen ersetzen ihre Straßenbeleuchtung durch moderne LED-Technologien, die bis zu 70 Prozent weniger Strom verbrauchen. Der große Nachhaltigkeitseffekt zeigt sich allerdings erst, wenn man die Straßenlaternen intelligent vernetzt, mit Sensoren ausstattet und zusätzlich die damit entstehende Infrastruktur für Smart-Parking-Systeme verwendet. In diesem Fall wird die Brenndauer um weitere 50 Prozent reduziert«, so Riegel. Umfassend konzipierte Smart-City Plattformen würden ganzheitliche Nachhaltigkeitspotenziale dank der Synergien zwischen den Segmenten heben. Dadurch entstünden Ökosysteme als Treiber für zusätzlichen nachhaltigen Fortschritt.

Die Studie »Der Smart City Markt in Deutschland, 2021-2026« prognostiziert ein durchschnittliches jährliches Wachstum von über 17 Prozent. Dies entspricht einem Umsatzplus von über 46 Milliarden Euro innerhalb von fünf Jahren. Für insgesamt neun Segmente des deutschen Smart-City-Marktes skizziert die Studie ausführlich Trends und Herausforderungen. Besonders hohe Umsätze erwarten die Autoren in den Marktsegmenten Digitale Bildung (16,6 Mrd.) Transport & Logistik (14,8 Mrd.) und Gebäudeautomatisierung (14,1 Mrd.).

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