VDE Expertengespräch

Energiewende: Politik soll standhaft bleiben!

05. August 2015, 09:46 Uhr   |  Heinz Arnold

Energiewende: Politik soll standhaft bleiben!
© VERBUND AG

Dr. Günther Rabensteiner, VERBUND AG. »Wir haben uns einige Kollateralschäden geleistet, damit soll es aber ein Ende haben, wie das Weißbuch »Ein Strommarkt für die Energiewende« des BMWi vom 3. Juli zeigt.«

Gelingt die Energiewende? Experten aus der Praxis zeigten sich auf einer Veranstaltung des VDE zu diesem Thema durchaus optimistisch – sowohl was die politischen Rahmenbedingungen angeht als auch von den Exportmöglichkeiten, die sich für die deutsche Industrie eröffnen.

Energie&Technik: Befinden wir uns mit der Energiewende an einem kritischen Punkt?Dr. Günther Rabensteiner, Mitglied des Vorstandes der VERBUND AG: Die Energiewende ist in Schieflage geraten, deshalb ist sie aber nicht schlecht. Wir haben uns einige Kollateralschäden geleistet, damit soll es aber ein Ende haben, wie das Weißbuch »Ein Strommarkt für die Energiewende« des BMWi vom 3. Juli zeigt. Der Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens ist für das Frühjahr 2016 geplant, damit lassen sich künftige Kollateralschäden vermeiden. Alf Henryk Wulf, CEO Alstom Deutschland: Für die Energiewirtschaft brauchen wir ein neues Marktmodell, so dass Investitionen für die Energiewende getätigt werden können. Das Weißbuch der Regierung ist jetzt der richtige Weg, das war ja durchaus nicht von Anfang an so. Jetzt ist die Dringlichkeit erkannt und es wird im nächsten Jahr in Gesetze gegossen. Das ist das wichtigste. Prof. Armin Schnettler, Leiter IFHT der RWTH Aachen und Siemens Coporate Technology, New Technology & Innovation Fields: Die Energiewende spielt zwar in der Diskussion in Deutschland gerade eine sehr wichtige Rolle, aber sie ist bei weitem nicht nur ein deutsches Thema. Und der Rest der Welt schaut gespannt auf Deutschland, wie wir die Energiewende technisch und wirtschaftlich umsetzen.

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1. Energiewende: Politik soll standhaft bleiben!
2. Die Erwartungen an die Politik
3. Die Chancen für den Export

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