Einsparpotenziale heben

E.ON will zum Energieeffizienz-Partner werden

3. Juni 2015, 10:05 Uhr | Heinz Arnold
Robert Hienz, E.ON: »Energieeffizienz besteht nicht nur darin, den Energieverbrauch zu senken, es kommt auch auf die effiziente Erzeugung an, gerade in den Zeiten der Prosumer. E.ON kann die Unternehmen über die gesamte Wertschöpfungskette von der Er
Robert Hienz, E.ON: »Energieeffizienz besteht nicht nur darin, den Energieverbrauch zu senken, es kommt auch auf die effiziente Erzeugung an, gerade in den Zeiten der Prosumer. E.ON kann die Unternehmen über die gesamte Wertschöpfungskette von der Erzeugung bis zum Verbrauch beraten und effizienter machen.«
© E.ON

E.ON hat sich vorgenommen, die Unternehmenskunden energieeffizienter zu machen und dabei zu helfen, Energieeinsparkonzepte umzusetzen. Diese Dienstleistungen sollen langfristig die Umsätze kompensieren, die E.ON verloren gehen, weil aufgrund der Einspareffekte weniger Energie verkauft wird.

»E.ON hilft den Kunden dabei, Energie zu sparen«, sagt Robert Hienz, CEO der E.ON Energie Deutschland. Bedarf zum Sparen gebe es: Erst 73 Prozent der Betriebe achten konsequent darauf, möglichst wenig Energie zu verbrauchen, wie eine Umfrage von E.ON unter 500 Unternehmensentscheidern ergeben hat. 57 Prozent der Unternehmen verschwenden Energie beim Wärmeeinsatz.  

Allerdings verspürt Dr. Heinz Rosenbaum, Geschäftsführer der E.ON Energie Deutschland für den Bereich Geschäftskunden, seit einiger Zeit ein Umdenken: »Kleine und mittlere Unternehmen fragen jetzt aktiv nach Beratung, sie machen sich Sorgen um steigende Energiepreise, sie interessieren sich für Förderungsmöglichkeiten und wollen steuerliche Vorteile realisieren.« Das sei aber noch nicht alles: Auch unter Geschäftskunden gebe es den Trend, eine gewisse Autarkie in der Energieversorgung zu erreichen. Ebenfalls ein wichtiger Aspekt: Viele Unternehmen sehen, dass ihre Kunden von ihnen den sorgsamen Umgang mit Energie und Ressourcen erwarten. Deshalb wollen sie ihnen zeigen, dass sie auf Nachhaltigkeit Wert legen.

Doch wenn die Unternehmen bereit sind, in den sparsamen Umgang mit Energie zu investieren, dann steht der Spareffekt an erster Stelle. »Wir müssen ihnen zeigen, dass sie viel Geld sparen können, der Spareffekt muss im zweistelligen Prozentbereich liegen, von Einsparungen darunter wollen sie gar nichts hören«, erklärt Robert Hienz.

Einsparpotenzial bis 80 Prozent

Die gute Nachricht: Unternehmen, die sich bisher noch nicht mit dem Thema befasst haben, können ihre Energiekosten oft schon nach den ersten Maßnahmen um 30 Prozent und mehr senken. In der Raumlufttechnik lassen sich laut E.ON sogar bis zu 67 Prozent der Energie einsparen, allein über die bedarfsgerechte Lüftung sind Einsparungen sind bis 38 Prozent möglich. Das Einsparpotenzial bei Beleuchtungen erreicht sogar bis über 80 Prozent und das der Heizung knapp 50 Prozent. Das wirkt attraktiv. Und weil die Unternehmen das Energie-Management nicht als ihre Kernkompetenz ansehen, suchen sie nach Partnern, die sie beraten, um die Potenziale heben zu können. Ein solcher Partner will E.ON sein, wie beispielsweise die Zusammenarbeit mit dem Autohaus Epple in Rutersheim zeigt.

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