OGEMA 2.0

Energiemanagement-Software spart Energiekosten

10. Dezember 2014, 12:02 Uhr   |  Hagen Lang

Energiemanagement-Software spart Energiekosten
© Fraunhofer IIS / alphaspirit - Fotolia

OGEMA: open energy management

Forscher der Fraunhofer Institute IWES, IIS und ISE haben ein quelloffenes Energiemanagement-Framework auf Java-Basis erstellt, das Energieverbräuche, variable Strompreise, Raumtemperatur, Wetterprognosen, Präsenzmeldungen u.a. in ein umfassendes energetisches Gebäudemanagement integrieren kann.

Das javabasierte OGEMA 2.0 Framework ist quelloffen und kann auf unterschiedlichster Hardware eingesetzt werden. Es unterstützt die Programmierung individueller Applikationen, etwa zur Abbildung der Energieverbräuche, variabler Strompreise, Wetterprognosen, Präsenzmeldungen oder physikalischer Parameter wie Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit. Über Tablets und Smartphones bedienbar, lässt sich eine komplette Energie-Management-Suite auch für komplexe Gebäude aufbauen.

»Die Programmierschnittstelle (API) ist intuitiv zu bedienen und für Entwickler eine optimale Arbeitsumgebung, um individuelle Anwendungen und eigene Treiber in das System einzubinden«, sagt Fraunhofer IWES-Experte Fischer. »Unser Datenmodell sorgt dafür, dass das Zusammenspiel zwischen Informationen, Geräten und Anwendungen zuverlässig funktioniert«. Ein weiteres Plus der neuen Plattform ist eine effektive Rechteverwaltung und -prüfung, ergänzt Peter Heusinger, am Fraunhofer IIS zuständig für Vernetzte Systeme und Anwendungen: »Egal ob Zugriffsrechte der Apps oder Nutzungsrechte der angemeldeten Personen: Mit OGEMA 2.0 ist dies einfach umzusetzen«.

Einsatzgebiete sind öffentliche Gebäude wie Schulen oder Krankenhäuser, Gewerbebetriebe und Privathaushalte. Photovoltaik-Anlagen oder Kraftwärmekopplungs-Anlagen können ebenso eingebunden werden wie Haushaltsgeräte oder die Beleuchtung. Da die Plattform modular aufgebaut ist, können beliebig Ergänzungen und Erweiterungen vorgenommen werden. Darüber hinaus führt sie unterschiedliche Kommunikationsschnittstellen, zum Beispiel zum Smart Grid und zum Smart Meter, zusammen und öffnet den Weg für eine gezielte Beteiligung der Stromkunden am intelligenten Energiemanagement. »Damit bietet unser Projekt Lösungen für zwei für die Energieversorgung ganz entscheidende Zukunftsthemen«, erläutert Robert Kohrs, am Fraunhofer ISE, Experte für Smart Grids.

Die von der Bundesregierung geförderte Software hat sich in Vorabversionen in Pilotprojekten bereits bewährt. Bis November 2015 folgen jetzt weitere Praxistests. Der Quellcode des Frameworks und ein vorkonfiguriertes Demo-Kit stehen ab heute über den Hoster Github auf github.com/ogema und auf der OGEMA Homepage www.ogema.org bereit.

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