Naturwärmespeicher

Mit Umgebungswärme Gebäude heizen und kühlen

13. Februar 2017, 00:00 Uhr   |  Hagen Lang

Mit Umgebungswärme Gebäude heizen und kühlen
© Naturspeicher

Ihren schwimmenden Wärmespeicher der auch als Eisspeicher funktioniert, zeigte die Naturspeicher GmbH aus Ulm auf den Messen E-world energy & water und Energy Storage. Die frisch patentierte Technologie kann in allen künstlichen Gewässern die Wärme- oder Kälteerzeugung für Gebäude unterstützen.

Nicht nur auf den ersten Blick ungewöhnlich ist das Konzept des Naturwärmespeichers der Naturspeicher GmbH, das Geschäftsführer Alexander Schechner auf der E-world vorstellte. Der »Naturwärmespeicher« macht die von der Umwelt offenem Wasser zugeführte Energie für die Gebäudeheizung und –klimatisierung verfügbar.

Das Einstiegsmodell leistet bei einem Durchmesser von 1,8 m und der gleichen Einbautiefe 4-7 kW, der größte Naturspeicher, der sich für Quartiersheizungen eignet, leistet bei einem Durchmesser von 20 m bis zu 640 kW. In der Mitte des Speichers befindet sich ein lautloser Lüfter, der die Abgabe der Umgebungstemperatur an den Wasserspeicher effektiv unterstützt. Einsetzbar ist der Naturwärmespeicher als architektonisches Element als eine Art kleiner Springbrunnen,

 

als Teich oder sogar in größeren Seen. »Das dürfen allerdings keine Naturgewässer sein«, gibt Geschäftsführer Schechner zu bedenken. Das Wasser muss filtriert und algenfrei gehalten werden, damit das Konzept funktionieren kann, nichts für natürliche Gewässer, in denen Algen und Fische ungestört der Vermehrung nachgehen wollen.

Energetisch nutzt das System alle Phasen unseres wechselhaften Klimas.

 

Luft und Sonne heizen das Wasser im Naturwärmespeicher tagsüber auf. Diese Wärme kann der Speicher

 

entweder über eine Wärmepumpe zur Verfügung stellen, oder er speichert sie selbst. Das in Sommernächten abkühlende Wasser kann er für die Kühlung von Gebäuden zur Verfügung stellen.

Selbst im Winter stellt der Speicher Heizwärme für Gebäude bereit. Zunächst über den vollständigen Entzug der im Wasser gespeicherten Wärme, sodass der Speicher vereist. Auch dieser Vorgang wird für die Energiegewinnung genutzt, da bei einem Phasenübergang z.B. von flüssigem Wasser zu festem Eis sehr viel Wärme freigegeben wird. Bereits kurze Wärmephasen reichen aus, um das Eis abzutauen und den Speicher erneut aufzuladen.

»Der Naturwärmespeicher wird seinen Platz bei der Heizung und Klimatisierung von Immobilien finden«, ist sich Alexander Schechner sicher.

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