E-Rennwagen mit neuer Batterietechnik

Höhere Energiedichte für eine größere Reichweite

Envision Virgin Racing Elektro-Rennwagen
Der elektrische Antriebsstrang des zweisitzigen elektrischen Formel-Rennwagens liefert eine Leistung von 250 kW und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h.
© Envision Virgin Racing

Johnson Matthey und Envision Virgin Racing stellen auf der UN-Klimakonferenz 2021 in Glasgow den gemeinsam entwickelten elektrischen Formel-Rennwagen vor. Ausgestattet ist er mit der eLNO-Batterietechnik, die eine höhere Energiedichte für mehr Reichweite und schnelleres Aufladen ermöglicht.

Der E-Rennwagen, der ab Sonntag, den 31. Oktober 2021, auf der COP26 – wie die Klimakonferenz der Vereinten Nationen auch genannt wird – zu sehen sein ist, ist das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen Johnson Matthey, einem Unternehmen für nachhaltige Technologien, und Envision Virgin Racing, dem klimaneutralen Formel-E-Team. Er wurde von Delta Cosworth in Silverstone, der Heimat des britischen Motorsports, entwickelt und aufgebaut.

Das Entwicklungsteam konzentrierte sich darauf, alle Aspekte der Konstruktion des Rennwagens zu optimieren, so dass eine bestmögliche Leistung auf der Rennstrecke möglich ist. Er verfügt über eine spezielle zweisitzige Kohlefaser-Monocoque-Plattform, die so konzipiert und konstruiert ist, dass der Fahrer und ein zusätzlicher Beifahrer in Tandem-Formation Platz finden. Als Rennwagen ist er mit Slick-Reifen ausgestattet, die optimalen mechanischen Grip und eine niedrige Verschleißrate bieten.

Der Konzept-Rennwagen verfügt über die eLNO-Technologie von Johnson Matthey. Das nickelhaltige Kathodenmaterial ermöglicht eine rund 20 Prozent höhere Batteriedichte als die heute übliche vergleichbare Batterietechnik. Mit dieser Kathodentechnologie an Bord erreichen die zylindrischen 602030-Zellen im Batteriepaket eine Energiedichte von 200 Wh/kg für eine Gesamtkapazität von 47 kWh und eine elektrische Leistung von 585 Volt, so die Angaben der Entwickler. Die projektierte Höchstgeschwindigkeit beträgt 240 km/h.

Diese Vorteile lassen sich direkt aus dem Rennsport auf batteriebetriebene Personenkraftwagen übertragen. Batterien, die eLNO enthalten, bieten den Fahrern von Elektrofahrzeugen eine größere Reichweite, schnelleres Aufladen und den langfristigen Erhalt der Batteriekapazität.

Von zwei neuen Produktionsstätten aus sollen die eLNO-Produkte an Kunden in Europa geliefert werden. Die erste Anlage in Polen befindet sich im Bau und wird 2022 fertiggestellt, so dass die kommerzielle Produktion im Jahr 2024 aufgenommen werden kann. Eine zweite eLNO-Anlage ist in Finnland geplant.


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