Helmholtz-Energie-Allianz und Forschungszentrum Jülich

Energie- und klimapolitische Ziele erfordern Umbau der Energieversorgung

28. Februar 2012, 10:29 Uhr   |  Carola Tesche

Energie- und klimapolitische Ziele erfordern Umbau der Energieversorgung
© Forschungszentrum Jülich

Forschungsinstitute entwickeln in Jülich Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC), als hocheffiziente Energiewandler.

Um die Forschung zur Speicherung von Energie und zur hocheffektiven Energiewandlung gezielt voranzutreiben, hat die Helmholtz-Gemeinschaft die Helmholtz-Energie-Allianz "Stationäre elektrochemische Speicher und Wandler" ins Leben gerufen.

Das Forschungszentrum Jülich koordiniert den neuen Forschungsverbund aus Mitgliedern der Helmholtz-Gemeinschaft und Universitäten.

Die stationäre Energiespeicherung und -wandlung mit elektrochemischen Technologien ist eine wichtige Voraussetzung, um den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung auszubauen. Bis jetzt fehlt allerdings eine einsatzfähige Technologie für diese Aufgabe. Selbst die Technologie der für die Elektromobilität favorisierten Lithium-Ionen-Batterie ist für diese Anwendung neu zu konzeptionieren, zu verbessern und zu verbilligen. Neue Systeme wie Metall-Luft-Batterien oder Hochtemperatur-Batterien versprechen eine deutlich höhere Speicherkapazität, sind von der Marktreife aber noch weit entfernt.

»In der Helmholtz-Energie-Allianz Stationäre elektrochemische Speicher und Wandler arbeiten wir an der Weiterentwicklung dieser Batteriesysteme mit unseren Partnern«, sagt Dr. Hans Peter Buchkremer vom Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung. »Wir wollen neue Wege erschließen, um überschüssig erzeugten Strom in Form von chemischer Energie zu speichern, zum Beispiel durch neue Formen der Elektrolyse unter Verwendung von Brennstoffzellen. Darüber hinaus wollen wir in der Allianz die Entwicklungen technologisch und sozioökonomisch bewerten und ihre Einbindung in das Energienetz untersuchen.«

Neben dem Forschungszentrum Jülich sind aus der Helmholtz-Gemeinschaft das Karlsruher Institut für Technologie und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt beteiligt. Partner unter den Hochschulen sind die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, die Ruhr-Universität Bochum und die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen.

Die Allianz zur Entwicklung neuer Batteriesysteme ist eine von drei neuen Forschungsverbünden, die die Helmholtz-Gemeinschaft in den kommenden drei Jahren mit insgesamt fünf Mio. Euro jährlich fördert. Die beiden anderen Allianzen beschäftigen sich mit dem Energieeinsparpotenzial bei chemischen Verfahren und Solarzellen aus organisch-anorganischen Komponenten. Ziel aller drei Helmholtz-Energie-Allianzen ist es, die Expertise aus mehreren Helmholtz-Zentren mit passenden Universitäten zu bündeln, um Forschungslücken zu schließen, innovative Technologien für eine Energieversorgung der Zukunft zu entwickeln und diese zeitnah für die industrielle Umsetzung bereitzustellen.

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