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Das Prinzip des Lageenergiespeichers

04. Februar 2014, 10:46 Uhr   |  Heinz Arnold

Das Prinzip des Lageenergiespeichers
© Prof. Dr. Eduard Heindl, Hochschule Furtwangen

Modell des Lageenergiespeichers

Aus dem Gestein in seiner natürlichen Umgebung einen Felszylinder aussägen, den Felszylinder mit günstigen Strom über Wasser anheben und den Felszylinder das Wasser bei Strombedarf durch Turbinen strömen lassen – mit diesem Konzept will Heindl Energy für dringend benötigte Speicherkapazitäten sorgen.

Ein solcher Lageenergiespeicher kann Strom mit einem sehr hohen Wirkungsgrad von rund 80 Prozent erzeugen. »Der entscheidende Vorteil dieses Konzeptes liegt in dem Umstand begründet, dass mit zunehmendem Durchmesser die Speicherkapazität in der vierten Potenz ansteigt, während die Baukosten nur in etwa der zweiten Potenz zunehmen«, erläutert Prof. Eduard Heindl, Geschäftsführender Gesellschafter der Heindl Energy GmbH aus Stuttgart, die die Entwicklung dieses Konzeptes vorantreibt. »Das verspricht bisher nicht erreichte niedrige Kosten pro gespeicherter Kilowattstunde.« Mit einem Bau im Granitgestein mit ca. 120 Metern Durchmesser können ca. 410.000 Kilowattstunden gespeichert werden, was vergleichbar mit einem Pumpspeicherkraftwerk ist.

So funktioniert der Lageenergiespeicher

Lageenergiespeicher: Modell
Lageenergiespeicher: Prinzip
Lageenergiespeicher: Aufbau

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Das Konzept ist aufgrund weiterer Vorteile attraktiv für die langfristige Gewährleistung der Versorgungssicherheit bei zunehmend fluktuierender Einspeisung:

  • Die Errichtung des Speichers erfolgt mit bekannten Verfahren aus dem Berg- und Tunnelbau.
  • Ein nur geringer Eingriff in die Landschaft und Natur senkt die Dauer von Genehmigungsverfahren und schafft Akzeptanz bei den Anwohnern
  • Die einzusetzende Wassermenge ist vergleichsweise gering und stellt keinen Verbrauch dar, da sie immer wieder verwendet wird.

Für die Prüfung der Machbarkeit hat die Heindl Energy mit finanzieller Unterstützung eines Investors entsprechende Gutachten in Auftrag gegeben. Bei positivem Ergebnis wird der Bau eines Pilotprojektes für frühestens 2018 angestrebt.

 

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