Energiemonitoring auf Cloud-Basis

Hafen in Kiel spart künftig tonnennweise CO2 ein

Siemens Smart Infrastructure Cloud Energie
Der Seehafen Kiel hat Siemens Smart Infrastructure mit der Umsetzung einer cloudbasierten Energiemonitoringlösung für seine Landstromanlage beauftragt.
© Siemens

Der Seehafen Kiel stattet seine Landstromanlage, die den Energiebedarf von Schiffen während ihrer Hafenliegezeiten mit Ökostrom deckt, mit einer cloudbasierten Energiemonitoringlösung von Siemens aus. Sie soll dafür sorgen, dass die Anlage jährlich über 8.000 Tonnen CO2 einspart.

Mit der neuen Energiemonitoringlösung von Siemens Smart Infrastructure lässt sich der Energieverbrauch im Betriebsgebäude der Landstromanlage sowie an den Anschlüssen am Ostsee- und Schwedenkai messen und in MindSphere, dem cloudbasierten IoT-System von Siemens, speichern. Die Betreiber erhalten zeit- und ortsunabhängig einen Überblick über alle relevanten elektrischen Werte. Dadurch lassen sich sowohl die Verbräuche ermitteln als auch Fehler lokalisieren, Stillstandzeiten vermeiden und Wartungsroutinen besser planen.

»Durch die systematische Erfassung der Leistungsdaten und deren Speicherung in der Cloud kann der Anlagenbetreiber nun jederzeit feststellen, wie hoch der Wirkungsgrad der Anlagen ist, also wie viel Energie tatsächlich abgenommen wird, und kann bei Bedarf schnell auf Auffälligkeiten reagieren«, so Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer des Seehafens Kiel.

Alle Daten werden mithilfe von Messgeräten der Reihe 7KM PAC erfasst, über die IoT-Datenplattform Powercenter 3000 gebündelt in MindSphere übertragen sowie wahlweise über den integrierten Webserver oder die App Sentron Powermind visualisiert. Die App lässt sich intuitiv bedienen und erfordert keine spezifischen IT-Kenntnisse.

Die Landstromanlage mit Anschlüssen an Ostsee- und Schwedenkai ging in diesem Jahr ans Netz. Sie hat eine Leistung von 16 Megavoltampere (MVA) und wird erstmalig zwei Schiffe parallel versorgen können. 

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