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Erster Großtransformator für neues Umspannwerk

Der Transport des 7,50 langen, 3,30 breiten und  3,50 m hohen Transformators.
Der Transport des 7,50 langen, 3,30 breiten und 3,50 m hohen Transformators.
© Siemens Energy

Das Umspannwerk Jena-Hardenbergweg hat den ersten seiner je 94 t schweren zwei Haupttransformatoren erhalten.

Der 94 Tonnen schwere Transformator (7,50 lang, 3,30 breit, 3,50 m hoch) wurde in der Nacht mit einem Spezial-Schwerlasttransport aus Dresden angeliefert. Auf der Baustelle des neuen Umspannwerkes Jena-Hardenbergweg ist er am Morgen eingetroffen. Der 37 Meter lange Schwertransport war am Vorabend in Dresden gestartet und hatte die Strecke mit Polizeibegleitung auf der Autobahn A 4 bis Jena ohne Probleme absolvieren können. Der Transformator ist bei Siemens Energy in Dresden speziell für das neue Umspannwerk Jena Hardenbergweg gebaut worden. In den kommenden 24 Stunden wird der neue Trafo mit allen Anbauteilen bestückt (aufgerüstet), die für den Transport aus Platz- und Gewichtsgründen demontiert werden mussten. Dann wird das Großgerät auf das vorbereitete Betonfundament im Umspannwerk gezogen.

Am 19.8. steht der Transport des zweiten Großtransformators nach Jena an. Dieser baugleiche Trafo wurde ebenfalls in Dresden hergestellt und wird mit demselben Schwertransporter über Nacht nach Jena gebracht. Nach der Aufrüstung soll der Transformator am Montag (23.8.) auf seine Endposition direkt neben den ersten Trafo gezogen werden.  

Neues Umspannwerk ersetzt Anlage aus den 1970er Jahren   

Der Bau des Umspannwerkes am Hardenbergweg ist ein Gemeinschaftsvorhaben der Stadtwerke Jena Netze und der TEN Thüringer Energienetze, der TEAG Netztochter. Die neue Anlage ersetzt das bisherige Umspannwerk aus den 1970er Jahren, das seine Leistungsgrenze erreicht hat. Das neue Umspannwerk hat eine Leistung von zweimal 80 MVA und ist damit erheblich leistungsfähiger als die Altanlage (2 x 31,5 MVA). Das neue Umspannwerk wird große Teile des Stadtzentrums und des Westens der Stadt Jena versorgen – darunter auch die Entwicklungsregionen wie Beutenbergcampus, das Gewerbegebiet Tatzendpromenade, die Ernst-Abbe-Hochschule und den neuen Zeiss Standort.

Geschlossene Bauform als Besonderheit    

Weil sich das Umspannwerks direkt im Stadtgebiet befindet, wurde entschieden, es in sogenannter geschlossener Bauweise zu errichten. Im Gegensatz zu Freiflächenanlagen wird hierbei die gesamte UW-Technik in einer abgeschlossenen Gebäudehülle untergebracht – zudem werden sämtliche Zu- und Ableitungen unterirdisch über Erdkabel ausgeführt, ohne die sonst üblichen Freileitungen. TEN und Stadtwerke Jena Netz investieren ca. 13,5 Mill. Euro in das neue Umspannwerk. Die Inbetriebnahme soll voraussichtlich im Herbst 2021 erfolgen.     


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